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08. Dezember 2012

Shanxi

山西 Shānxī (Gebirge + Westen)

山西省 Shānxī Shěng (Shanxi + Provinz)
Abkürzung: 晋 (Jìn)
156.800 km²
34,3 Millionen Einwohner
211 Einwohner pro km²
Hauptstadt:  Tàiyuán (太原)

shanxi

„Shanxi zu besuchen, bedeutet ständig die Perspektive zu wechseln: Von oben sieht man die besten Zeugnisse des traditionellen Nordchinas - heilige buddhistische Berge, historische Architektur und die Chinesische Mauer - unten erwarten einen Kohlestaub, Fabrikrauch und die anderen Umweltbelastungen, mit denen sich der hungrige Drache seine Zukunft erkauft.“
(Lonely Planet China)
 
„Shānxī ist arm, Shānxī ist reich. Die Provinz ‚westlich der Berge‘ liegt nur wenige Fahrstunden südwestlich von Peking. Sie ist Teil des großen Lößplateaus, das gern als Wiege Chinas apostrophiert wird. Nahezu sämtliche Sehenswürdigkeiten hier sind älter als alles, was Besucher der Hauptstadt zu Gesicht bekommen. …
Schon bei der Anfahrt begegnen einem immer wieder Güterzüge und Lkw-Konvois, beladen mit Kohle, dem wichtigsten Rohstoff der Provinz.“

(http://www.stern.de/reise/fernreisen/rundreise-durch-shanxi-vorwaerts-in-die-vergangenheit-1833582.html; Stefan Schomann im Stern)
 
Die durch Gebirgsketten von der Welt abgeschnittene Region wurde im 20. Jahrhundert  allmählich immer rückständiger und sah sich allein auf ihre riesigen Kohle- und Erzvorkommen gestellt. Die Provinz verfügt über ein Drittel der gesamten chinesischen Kohlevorräte und zudem über verbreitete Eisenerzvorkommen. Der Osten gehört zur nordchinesischen Lösshochebene, und der Westen und Südwesten wird durch den großen Huanghe-Bogen begrenzt
 
 
 
太原
Tàiyuán
平遙
Píngyáo
Hauptstadt ist das 2400 Jahre alte Bergbauzentrum Tàiyuán, heute ein wichtiger Industriestandort, die wichtigsten Industriezweige sind: Kohlebergbau, Eisenverhüttung sowie die Erzeugung von Edelstahl und Aluminium.
In Taiyuan befindet sich das Kosmodrom Tàiyuán (太原卫星发射中心; Tàiyuán Wèixīng Fāshè Zhōngxīn), ein kleinerer Weltraumbahnhof für Satellitenstarts der Trägerrakete Langer Marsch (长征 Chángzhēng).

(Foto: Wikimedia)
Das Städtchen Píngyáo ist vor allen Dingen wegen ihres mingzeitlichen Stadtbildes bekannt. 1370 wurde die Mauer mit Erdkern errichtet. Seitdem entwickelte sich Pingyao zu einem Finanzzentrum und beherrschte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den chinesischen Finanzsektor. Durch den Aufstieg der chinesischen Küstenstädte im Zuge der Einflussnahme der Kolonialmächte verlor Pingyao aber seine Bedeutung und erholte sich davon bis heute nicht. Durch die dadurch fehlende Bedeutung wurde es aber von den Zerstörungen durch Modernisierung und Kulturrevolution verschont.
(Foto: Wikimedia)
悬空寺
Xuánkōngsì
大同
Dàtóng
„Das riskant an der Seite eines Felsens errichtete Hängende Kloster erstaunt insbesondere durch die langen Stelzen, die von seiner Basis nach unten verlaufen und es stützen. Sie verstärken den Eindruck, dass nicht wirklich viel nötig ist, damit es eines Tages ins Flussbett darunter abstürzt und in kleine Teile zerspringt. Der Tempel lag ursprünglich näher über dem Boden, aber im Verlauf der Jahrhunderte erhöhte man ihn mehrmais zum Schutz gegen die den Jinlong-Canyon herabstürzenden Fluten. Die Tempelhallen passen sich in ihrer Konstruktion den Konturen des Felsens an. Sie sind durch wackelige Stege und Flure verbunden.“
(Lonely Planet China)
(Foto: Wikimedia)
„Im Herzen des Reviers liegt Dàtóng. .... Es hat das Flair einer Frontstadt. Peking ist weit, weiter als die paar Stunden Fahrt es vermuten lassen, während der wilde Westen Chinas spürbar näher scheint. ... Datong hat Großes vor... Es soll eine neue Altstadt bekommen. In China kein Paradox, sondern Gegenwart. Dàtóng besitzt längst keine Altstadt mehr, dafür hat ‚der große Sprung nach vorn‘ gesorgt. Nun zeigt sich, dass der alte Krempel doch etwas wert gewesen wäre. Also versucht man einen kleinen Sprung zurück.
So soll die Stadtmauer aufgemöbelt werden, ein krümelnder, mit Unkraut bewachsener Lehmwall. Doch jetzt wird Datong sich eine Mauer aus Ziegeln leisten, denn die macht mehr her.“ (Stefan Schomann im Stern)
大寨
Dàzhài
云冈石窟
Yúngāng shí kū
Die Produktionsbrigade Dàzhài (große Festung) wurde landesweit zum berühmtesten Modell für die sozialistische Umgestaltung. In der Stadt Dàtóng gibt es Chinas älteste und größte Kohleminen, zugleich etwas außerhalb auch die buddhistischen Yungang-Grotten.

Provinzen" Chinas
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