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Wir begrüßen unsere neue Dozentin für Koreastudien, Frau Shiny Park.

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07. Dezember 2012

Salaryman

サラリーマン sararīman (englisch: salary = Gehalt + man = Mann)
 
Salarymen auf dem Weg zur Arbeit
(Foto: Flickr-Nutzer Jim Fischer)
 
„Der gemeine japanische Schlipsträger ist verheiratet (oft keine Liebeshochzeit sondern Mittel zum Zweck) und hat eins, zwei Kinder. Während er fast täglich bis spät in die Nacht arbeitet (oder nach der Arbeit mit Kollegen zum Trinken und zur Karaoke-Bar geht), sitzt die liebe Frau zu Hause, schmeißt den Haushalt und sorgt dafür, dass die Rangen keinen Blödsinn machen.
 
Das Dasein der Letzteren könnte eigentlich ganz angenehm sein, wenn der Göttergatte nicht jeden Abend nach Hause kommen würde, denn dann müssen Essen und Sake bereit stehen und dem Herrn Pascha frische Luft zugewedelt werden.“
(Matthias Reich: Japan - ein modernes Lesebuch. Bloggingbooks, 2013. ISBN: 978-3-8417-7045-5)
 
„Ihre 18-Stunden-Tage, die abenteuerlichen Jahresarbeitszeiten — in der Regel weit über 2200 Stunden —, die Schreckensmeldungen von den wenigen bemitleidenswerten Märtyrern des Karōshi [過労死], des Todes durch Überarbeitung, die rührselige Denkmalspflege dieser Opfer in den Medien haben die armen Bürohelden der japanischen Städte wohl selbst an ihre Erwähltheit glauben lassen.
 
Erst in der Rezession, da japanische Unternehmer plötzlich über die Redundanz von mindestens einer Million Angestellten Klage führen, da Umfragen unter ‚salarymen’ ergeben, daß sie bis zu einem Fünftel (ihre Vorgesetzten fast die Hälfte) ihrer Arbeitszeit in geschwätzigen Gruppenkonferenzen absitzen — erst jetzt zeigt das gemeinsame Denkmalstableau des väterlichen Managements und des treuen ‚salaryman’ häßliche Risse.“
(Uwe Schmidt: Mondtränen, Bürohelden und Küchengerüchte. 2000. ISBN-13: 978-3854527336)
Salaryman ist ein japanischer Begriff für männliche Büroangestellte in renommierten Unternehmen. Den Salaryman erkennt man am gedeckten Nadelstreifenanzug und weißem Hemd. Sie sind in der Regel stolz auf ihr Unternehmen und geben sich alle Mühe, es in der Öffentlichkeit stets würdig zu vertreten. Manche gestehen allerdings ein, dass sie Zeit schinden müssten, um abends länger arbeiten zu können, denn Präsenz gilt als Voraussetzung für eine Beförderung.
 

Betrunkener Salaryman in der U-Bahn
(Foto: Wikimedia-Nutzer M from Somerville, USA)


Arbeitsalltag japanischer Angestellter
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