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09. Dezember 2012

Revolution

革命 Gémìng
辛亥革命 Xīnhài Gémìng
10. 10. 1911

doppelzehn

Dort wo der Jangtse [長江 Chángjiāng], durch die drei Städte Hànkǒu [武口], Hànyáng [武陽] und Wǔchāng [武昌] fließt, die heute als Wǔhàn [武漢] auf den Landkarten zu finden sind, brach das chinesische Kaiserreich nach einem lächerlichen Zwischenfall zusammen. In der Nacht vom 9. auf den 10. Oktober 1911 verriet eine Detonation im Munitionsdepot die Verschwörung einer kleinen Gruppe von Soldaten und Offizieren.

Kaum war die selbstgebastelte Bombe explodiert, stürmten Einheiten aus dem nahegelegenen Hauptquartier die Versammlung. Die meisten Verschwörer wurden verhaftet, einige gleich erschossen. Bis dahin verlief die Aktion wie etliche andere zuvor. Doch diese Amateur-Rebellen brachten den Stein ins Rollen.

Die Kasernen der Aufständischen wurden umstellt, und anhand der erbeuteten Namenslisten konnte die Polizei jeden identifizieren. So riskierten die Offiziere alles und setzten den Aufstand fort, der noch gar nicht richtig begonnen hatten.

Im Lauf des 10. Oktobers schlossen sich ihnen die meisten Soldaten der anderen Einheiten an. Schon am Abend war die Stadt in den Händen der Aufständischen. Seither gilt der 10. Oktober als Gründungstag der Republik China (中華民國 Zhōnghuá Mínguó).

Wie konfus die Lage war, stellte sich heraus, als die Sieger plötzlich nicht mehr weiter wussten. Ihnen fehlte ein Führer. Also gingen sie zum Offizier mit dem höchsten Rang, den Brigadekommandanten Lí Yuánhóng; [黎元洪], der gerade noch gegen sie gekämpft hatte. Als einer der Soldaten ihn bat, mit den Rebellen gemeinsame Sache zu machen, zog er den Revolver und erschoss ihn.

Aber die Revolutionäre verfassten eine Resolution, in der sie die Republik ausriefen, und verschickten diese im Namen von Lí. Vor die Wahl gestellt, mitzumachen oder als Hochverräter hingerichtet zu werden, entschied er sich fürs Weiterleben.
Eine Provinz nach der anderen schloss sich der Republik an, und bereits gut einen Monat später rief die Provinz Húběi (湖北) die anderen revolutionären Regierungen auf, Delegierte nach Wuhan zu schicken, um den Aufbau einer Zentralregierung zu diskutieren.

Im Wilden Westen der USA sammelte zur gleichen Zeit Sun Yat-sen [孫逸仙 ] Geld bei den Chinesen, die dort in den Bergwerken und beim Eisenbahnbau arbeiteten, als er aus der Zeitung erfuhr er, dass er zu denen gehörte, die als künftiger Präsident Chinas im Gespräch waren. Trotzdem fuhr er erst nach Europa und versuchte er Geld für die junge Republik aufzutreiben. Aber keiner der etablierten Staaten war bereit, mit den Revolutionären zu verhandeln. Nur das republikanische Frankreich zeigte sich entgegenkommender. Aber mehr als gute Worte gab es auch in Paris nicht.

 

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