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07. Dezember 2012

Rubruk (Wilhelm von Rubruk)

Рубрук Rubruk

ca. 1220 - 1270

„Zur Zeit des Tschinggis-khan und seiner Nachfolger wurden Missionare nach der Tatarei und China geschickt. Sie nahmen Kirchenschmuck, Altäre und Reliquien mit sich, um, wie Joinville sagt, zu sehen, ob sie diese Leute zu unserem Glauben bestimmen könnten. Sie feierten religiöse Ceremonien vor den tatarischen Fürsten; diese nahmen sie in ihre Zelte auf und erlaubten, dass man Kapellen erbaute, selbst in den Höfen der Paläste. Zwei von ihnen, Plan-Carpin und Rubruk, haben uns interessante Reiseberichte hinterlassen. …

Um dieselbe Zeit verfolgte der Mönch Rubruk, welcher von Ludwig dem Heiligen mit einer Gesandtschaft an die westlichen Tataren beauftragt war, fast denselben Weg. In Khara-Khorum, der Hauptstadt der Mongolen, sah er nicht weit vom Palaste des Fürsten ein Gebäude, auf welchem ein kleines Kreuz war.

‚Da,’ sagt er, ‚war ich ausser mir vor Freude, und weil ich vermutete, dass hier Christen seien, trat ich mit Vertrauen hinein, und fand einen prächtig geschmückten Altar. Auf goldgestickten Stoffen sah man die Bilder des Erlösers, der heiligen Jungfrau, Johannes des Täufers und zweier Engel, deren Körper und Kleider mit Edelsteinen geschmückt waren. Ferner war da ein grosses silbernes Kreuz mit Perlen in der Mitte und an den Ecken, anderer heiliger Schmuck, eine Lampe, die mit acht Flammen vor dem Altare brannte. In der Kapelle sass ein armenischer Mönch, mit sonnverbranntem Gesichte, mager, in einem groben Rocke, der bis halb über die Beine herabreichte. Darüber trug er einen schwarzen, mit Seide gefütterten und unter dem Büsserhemd mit eisernen Spangen befestigten Mantel.’

Rubruk erzählt, dass es in dieser Gegend eine grosse Zahl Nestorianer und Griechisch-Katholische gab, welche die christlichen Feste in voller Freiheit feierten. Fürsten, selbst Kaiser, liessen sich taufen und schützten die Verbreiter des Glaubens.“
(Régis-Evariste Huc: Das chinesische Reich. Nachdruck der Ausgabe von 1856. 1987. ISBN 3-87877-304-8)

Der Flame Wilhelm von Rubruk war ein Franziskaner und Forschungsreisender, der als einer der ersten Europäer die Kultur der Mongolen studierte. Sowohl der Reisebericht von Johannes de Plano Carpini als auch der von Wilhelm von Rubruk, die ihre Reisen in offizieller Mission vor allem des Papstes Innozenz IV. angetreten hatten, trafen in Italien und darüber hinaus auf großes allgemeines Interesse.

Beide Mönche brachten von ihren Missionen für damalige Zeiten unglaubliche Neuigkeiten mit. Diese wurden insbesondere in einem noch immer von dem anscheinend unterbrochenen Mongolensturm verängstigten Europa begierig aufgenommen.

 

 


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