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07. Dezember 2012

Romaji

ローマ字 Rōmaji (römische Schriftzeichen)
 
Und schließlich, während du noch dem Geheimnis der Dinge nachgrübelst, wird dich wie eine Offenbarung das Bewußtsein überkommen, daß der erstaunliche, malerische Reiz dieser Straßen einfach nur in der Fülle der japanischen und chinesischen Schriftzeichen liegt,die in Weiß, Schwarz, Blau oder Gold alles dekorieren, selbst Türpfosten und Papierschirme“ Vielleicht daß du dir dann für einen Augenblick die Wirkung vergegenwärtigst, die es hätte, wenn an Stelle dieser magischen Zeichen das lateinische Alphabet gesetzt würde, und die bloße Idee wird dir - wie immer du sonst ästhetisch empfinden magst -.einen heftigen Ruck geben, und du wirst gleich mir ein Feind der ‘Romai-Kwai’ werden, jener aus häßlichen Nützlichkeitserwägungen gegründeten Gesellschaft zur Einführung lateinischer Buchstaben in die japanische Schrift.“
(Lafcadio Hearn: Nippon. Leben und Erlebnisse im alten Japan 1890-1904. 1981. ISBN 3-7701-1256-3)
 
romaji-seikai
„Wir schließen diesen Artikel wohl am besten mit der Zerstörung einer Illusion, der sich viele intelligente Leute hingeben, nämlich daß die Japaner dabei sind, ihr eigenes Schriftsystem fallenzulassen und das unsrige dafür anzunehmen. Es besteht heute nicht mehr die geringste Aussicht für eine solch tiefgebende Umwälzung. Einmal hatte es so den Anschein, ungefähr um 1885, und viel Zeit, Geld und Energie wurden für die Sache von einer Vereinigung, Rômaji Kai oder Gesellschaft zur Romanisierung, geopfert, die einige acht oder zehn Jahre ihr Dasein fristete und dann einging. Neben der Macht der Sitte war die unverkennbarste Ursache, die zu diesem Mißerfolg beitrug, jene im vorhergehenden Abschnitt antizipierte, wo der Überlegenheit der bestehenden Schriftsprache über die Umgangssprache als einem klaren und exakten Medium des Gedankens Erwähnung getan wurde.

Mit Unterstützung der chinesischen Charaktere kann die japanische Schrift jede Nuance eines Begriffes aus den Spalten einer europäischen Zeitung oder den Seiten eines technischen europäischen Werkes wiedergeben, einerlei ob finanziell, diplomatisch, administrativ, kommerziell, juristisch, kritisch, theologisch, philosophisch oder wissenschaftlich. Wie sollte man also verlangen, daß sie ihre intellektuellen Waffen wegwerfen und sich auf eine Stufe mit den Menschen der Steinzeit stellen sollten?“

(Basil Hall Chamberlain: ABC der japanischen Kultur. Ein historisches Wörterbuch. 2002. ISBN: 978-3717581734)

Rōmaji (römische Zeichen) nennen die Japaner das lateinische Alphabet, das sie – zusätzlich zu ihren zwei Silbenschriften und den chinesischen Schriftzeichen – ausgiebig nutzen.

Heute ist Rōmaji für Japaner als Eingabe-Methode auf Computern (die in Japan fast immer englische Tastaturen haben) noch wichtiger als in seiner Funktion zur Erleichterung der internationalen Kommunikation. Um auf dem Computer Japanisch zu schreiben, buchstabiert man gewöhnlich in Rōmaji, die auf dem Bildschirm zunächst als Kana erscheinen; sobald ein Wort fertig ist, drückt man die Leertaste, und der Computer setzt die Kana bei Bedarf in Kanji um. Gibt es mehrere gleich ausgesprochene Kanji-Kombinationen, wählt man die richtige aus einer angebotenen Liste aus.
romajieingabe
 

 


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