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07. Dezember 2012

Richthofen (Ferdinand von Richthofen)

冯•李希霍芬 féng Lǐxīhuòfēn

1833 – 1905

richthofen

 

„Baron von Richthofen, der bekannte Chinaforscher in der Mitte des vorigen Jahrhunderts, erlebte einen komischen Fall. Aus irgend einem Grunde, vielleicht weil der betreffende chinesische Beamte von ihm nicht bestochen wurde, war er in seinem chinesischen Paß mit dem Zeichen ‚Li‘ [梨] – ‚Birne‘ benannt, obgleich das Familienzeichen ‚Li‘ [李] - Pflaume bedeutet. Alle chinesischen Behörden in der Provinz, denen er seinen Paß vorzuweisen hatte, behandelten ihn ironisch und mit einem gewissen Mitleid, keineswegs aber mit Achtung, die er seiner Stellung nach beanspruchen konnte. Kein Wunder: ‚den Namen ,Pflaume‘ [李] kann jeder anständige Mensch haben, es ist aber einfach lächerlich ‚Birne‘ und dazu noch ‚Baron Birne‘ zu heißen. Nur ein Mann, der ganz barbarischer Herkunft ist, kann einen so komischen Namen haben!“

Ein chinesischer Diener, der dem Baron von Richthofen sehr ergeben war, und die Mißachtung seines Herrn sehr peinlich empfand, gab ihm den guten Rat, statt des chinesischen Passes den Behörden eine Nummer der ‚Times‘ vorzuweisen. Dieses hatte einen großartigen Erfolg: die chinesischen Beamten konnten daraus nichts verstehen, waren aber der Ansicht, daß nur ein sehr vornehmer Herr einen Paß auf 16 kleingedruckten Seiten besitzen konnte und behandelten den Baron seitdem mit äußerster Hochachtung.“

(Eugen Gregory: Dreißig Jahre unter Chinesen. Ein Europäer erlebt das Reich der Mitte. 1953. S. 49)

 

Ferdinand Freiherr von Richthofen war ein bedeutender Forschungsreisender. Er durchreiste unter widrigen Bedingungen 13 der damaligen 18 Provinzen Chinas. Hauptziel war die Erfassung der chinesischen Kohlevorkommen. Mit der genauen Darstellung der Wirtschafts- und Bevölkerungsstruktur sollte die in Europa noch unbekannte Region unter den Einfluss der deutschen Wirtschaft gebracht werden. Nach seiner Rückkehr aus China setzte sich Richthofen für eine Ausweitung des deutschen Kolonialreiches nach China ein.

1875 wurde er Professor für Geografie in Bonn. Einer seiner Studenten war der schwedische Asienforscher Sven Hedin.
  • Richthofen prägte den Begriff von der Seidenstraße (絲綢之路 sīchóu zhī lù), der auch ins Chinesische übernommen wurde.
  • Richthofens wichtigsten Arbeiten sind die Untersuchungen über Steinkohlevorkommen und den Löss (黃土 huángtǔ). Er machte erstmals die Bedeutung der chinesischen Lösslandschaft bewusst und deutete zugleich ihre Entstehung.

 

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