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07. Dezember 2012

Rabe (John Rabe)

約翰•拉貝 Yuēhàn Lābèi

1882 - 1950

„Der nächtliche Fliegerangriff auf eine Industrieanlage: ein Tohuwabohu aus Explosionen, Sirenengebrüll und Angstschreien. Wir befinden uns im Dezember 1937. Japanische Bomber legen die chinesische Stadt Nanking in Schutt und Asche. Der deutsche Kaufmann John Rabe, Leiter der Siemens-Niederlassung, kommt von einem Festbankett. Und während um ihn herum das Chaos ausbricht, bewahrt der glatzköpfige Herr im Smoking Haltung. Er lässt eine überdimensionale Hakenkreuzfahne aufspannen, unter die sich die chinesischen Arbeiter mit ihren Frauen und Kindern flüchten. Die japanischen Piloten erkennen das Symbol ihrer deutschen Verbündeten – und drehen ab.
 
Eine Hakenkreuzflagge, Sinnbild des Bösen, wird zum lebensrettenden Unterschlupf – das ist die stärkste Szene in diesem aufwändig produzierten Biopic, mit dem Regisseur Florian Gallenberger dem in China wie einem Heiligen verehrten, in Deutschland bislang weithin unbekannten Rabe ein Denkmal setzt. Der aus Hamburg stammende, seit 1908 in China lebende Kaufmann muss ein höchst widersprüchlicher Mensch gewesen sein. Er war Nationalsozialist, aber alles andere als ein Rassist, ein glühender deutschnationaler Patriot, aber kein Chauvinist. Als die japanischen Truppen in Nanking einmarschierten und zehntausende Zivilisten umbrachten, bat er Hitler brieflich um Hilfe. Doch die Grautöne dieser Figur kommen in dem Film nicht vor, hier ist John Rabe nur eins: gut.“
(http://www.tagesspiegel.de/zeitung/der-gute-nazi/1487058.html)
 
„Kaum zu glauben, daß das Hakenkreuz Leben gerettet und nicht nur vernichtet haben soll. Hat es auch nicht. Doch zumindest wurde das Furcht und Schrecken verbreitende Symbol als Deckmantel genutzt. ... Die Chinesen verehren John Rabe als Helden und haben ihn erst vor kurzem in ihre Memorial Hall aufgenommen. In Deutschland war der 1950 gestorbene Deutsche bis vor kurzem vergessen: Zu unbequem erschien ein Held, dessen Vergangenheit so deutliche braune Spuren hatte." (Amazon.de)
 
Oscar Preisträger Florian Gallenberger (Qiero Ser, Schatten der Zeit) hat die Geschichte über John Rabe als grosses Historienspektakel inszeniert. 17 Millionen Euro standen dem jungen Regisseur zur Verfügung der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnete. Und da man an Originalschauplätzen in China gedreht hat sieht man jeden ausgegebenen Cent auch tatsächlich auf der Leinwand." (Amazon.de)

John H. D. Rabe gilt als der „Oskar Schindler Chinas“, denn er rief während des Antijapanischen Kriegs (抗日战争 kàngrì zhànzhēng; 1937 - 1945) das Siemens-Gelände zur Schutzzone aus, in der nach der Besetzung Nankings (南京 Nánjīng) 250.000 Menschen unterkommen.

 

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