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07. Dezember 2012

Qi Baishi

齊白石 Qí Báishí (Familienname Qi + weiß + Stein)
齐白石 Qí Báishí (Familienname Qi + weiß + Stein)
1863 – 1957
 
qibaishi
Qí Báishí

„Es ist ein Erdbeben, das die Welt der Kunsthändler verändert: China wird zum größten Markt. Vor den USA, vor Großbritannien und Frankreich. Von Deutschland oder der Schweiz ist da schon gar nicht mehr die Rede. ...

Als ob es noch mal einen Paukenschlag für diesen Wachwechsel am Markt, der sich 2010 vollzogen hatte, gebraucht hätte, wurde Ende Mai noch ein neuer Rekord aufgestellt: Für rund 46 Millionen Euro wurde ein Bild von Qí Báishí verkauft - der zweithöchste Preis für ein Werk eines chinesischen Malers. Das Bild mit einem Greifvogel auf einem Kiefernbaum war ein Geburtstagsgruß an Chiang Kai-shek [蔣介石 Jiǎng Jièshí], den Staatsgründer von Taiwan [Stimmt nicht so ganz.]. Der gesamte Wandel sei ein ‚Elektroschock in der Geschichte des weltweiten Kunstmarkts‘, schreibt Thierry Ehrmann, Gründer von ‚Artprice‘.“
(Daniel Boese im Art Magazin 7 / 2011: China erobert den Kunstmarkt)
 

松鷹圖
Sōngyīngtú
Kiefer-Falken-Bild
(Quelle: Baidu)
Welcher Künstler brachte den höchsten Erlös?
China war beim Ertrag der Kunstauktionen von 2010 Nummer Eins mit drei Milliarden Dollar - klar vor den USA.

Pablo Picasso 362 Mio $
Qí Báishí (齊白石) 339 Mio $
Andy Warhol 314 Mio $
Zhāng Dàqiān (张大千) 304 Mio $
Alberto Giacometti 214 Mio $
Xú Bēihóng (徐悲鸿) 176 Mio $
Henri Matisse 174 Mio $
Amedeo Modigliani 140 Mio $
Fù Bàoshí (傅抱石) 125 Mio $
Roy Lichtenstein 113 Mio $

Briefmarkenserie mit Motiven von Qí Báishí
 
„In einem weiten Bogen haben wir den Blick vom Reich der Mythen bis in die Neuzeit schweifen lassen, um das Wesen der chinesischen Kunst zu offenbaren: sanftes Pendeln zwischen Traum und Wirklichkeit. Qí Báishí (1863 - 1957), der ‚Picasso Chinas’, formulierte dieses Pendeln typisch chinesisch, nämlich pragmatisch:

‚Ein Bild, das bis in jede Einzelheit genau ist, ist kitschig. Wenn aber ein Bild mit der Wirklichkeit nichts gemein hat, ist es eine Lüge. Entstanden ist ein Werk, wenn es zwischen realitätsgetreu und irreal einzustufen ist.’“

(Uli Franz: Gebrauchsanweisung für China. München, Zürich: Piper Verlag, 1987. ISBN 3-492-04998-2)

Von keinem Künstler Chinas sind so viele Bilder und Holzschnitte in aller Welt verbreitet wie von Qí Báishí. Er wurde 1930 durch eine Ausstellung in der Berliner Sezession bekannt, und so entdeckten auch die Chinesen ihren modernen Maler.
 
qibaishi-voegel qibaishi-garnelen
Qi Baishis höchstes Ziel war das Streben nach Harmonie. Ein Beispiel dafür sind die beiden Küken, die sich um einen Wurm streiten. Qi Baishi schreibt dazu: „Bald werden sie sich wieder vertragen - zwei Gefährten, die bald einander brauchen werden.“
Nachdem Qi Baishi Jahrzehnte lang Garnelen mit allen zehn Beinen gemalt hatte, stellte er fest, dass mit nur sechs Beinen gezeichnete Garnelen lebendiger wirken. Also malte er nur noch Garnelen mit sechs Beinen.
 

chinesische Maler
Bada Shanren 八大山人 - Giuseppe Castiglione  郎世寧 - Mi Fei 米芾 - Ni Zan 倪瓒 - Qi Baishi 齊白石 - Xu Beihong 徐悲鸿

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