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0621-5203-423

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07. Dezember 2012

Präfekturen

都道府県 to-dō-fu-ken
ken
ken, das Zeichen für Präfektur
 
Der Zentralstaat Japan ist in 47 Präfekturen unterteilt, die aber finanziell stark von der Zentralregierung abhängig sind und damit wenig Gestaltungsspielraum haben.
 
Aus historischen Gründen gibt es vier verschiedene Bezeichnungen für Präfektur.
  1. 都 to (Metropole): To wird nur für die Präfektur Tōkyō benutzt (東京都, Tōkyō-to).
  2. 道 dō (Weg, Bezirk, Provinz): wird ausschließlich für die Präfektur Hokkaidō benutzt: 北海道, = Nordmeerbezirk.
  3. 府 fu (Stadtpräfektur): Fu wird nur für die Präfekturen Ōsaka und Kyōto verwendet: 大阪府, Ōsaka-fu und京都府, Kyōto-fu.
  4. 県 ken (Präfektur): An alle übrigen 43 Präfekturnamen wird ken angehängt: 愛知県 Aichi-ken, 秋田県 Akita-ken, 青森県 Aomori-ken usw.

Die Flagge der Präfektur Aichi (愛知) zeigt die Hiragana-Silbenzeichen des Präfekturnamens ai (あい) und chi (ち). Aichi bedeutet so viel wie „das Wissen lieben“: Das Emblem ähnelt den goldenen Fischen an der Burg von Nagoya. In Aichi befindet sich die Zentrale der Autofirma Toyota トヨタ.
In Aichi fand auch die Expo 2000 statt, nachdem die Bewerbung für die Olympischen Spiele gescheitert war.

Logo der Präfektur Akita (秋田 = Herbstfeld) ist ein stilisiertes weißes Katakana-Zeichen für die Silbe a (ア) und ähnelt entfernt dem Logo der Firma Nike.
Aus dieser nordjapanischen Präfektur stammt der Akita-Hund (秋田犬, Akita ken), einer Hunderasse, die vor allem durch den treuen Hund Hachiko (ハチ公) bekannt wurde, der neun Jahre lang auf sein Herrchen wartete.

Emblem der Präfektur Aomori (青森 = grüner Wald) ist eine Umrisskarte der Präfektur. Von hier aus führt ein Eisenbahntunnel zur Insel Hokkaido. Mit Eröffnung des 54 Kilometer langen Seikan-Tunnels (青函トンネル) im Jahr 1988 wurden die Eisenbahnfähren über die stürmische Meerenge aufgegeben. In Aomori gibt es auch die nördlichsten freilebenden Affen der Erde.

Das gelb umrandete weiße Symbol der Präfektur Chiba (千葉) ist die stilisierte Wiedergabe der Katakana-Silben chi チ und ha ハ; (eigentlich ba バ) des Präfekturnamens (= tausend Blätter).
In Chiba befindet sich – auch wenn es der Name anders vermuten lässt – das Tokyo Disneyland (東京ディズニーランド) und der Hauptstadtflughafen Narita International Airport (成田国際空港 Narita Kokusai Kūkō).

Emblem der Präfektur Ehime (愛媛) ist eine weiße Satsuma-Blüte, denn hier werden Japans berühmteste Mandarinen (みかん mikan) angebaut.
Die Präfekturhauptstadt Matsuyama (松山) ist auch eine Stadt der Dichter. Inspiriert von Masaoka Shiki (正岡 子規), der hier geboren wurde, versuchen sich jährlich 3.000 Amateurdichter im Dichten.

Das Emblem der Präfektur Fukui (福井) setzt sich aus den stilisierten Katakana-Zeichen des Präfekturnamens (フクイ(= Glücksbrunnen) zusammen.
Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist der Zen-Tempel Eihei-ji (永平寺 = Tempel des ewigen Friedens). Die abgelegene Lage sollte der Sicherheit dienen, sorgte aber auch dafür, dass der Tempel lange Zeit in Vergessenheit geriet.

Das verschlungene Symbol der Präfektur Fukuoka (福岡) ist die stilisierte Blüte einer Pflaume (梅 ume).
Am Hakata-dontaku (博多どんたく), gibt es einen Umzug kostümierter Gruppen, zu dem jedes Jahr etwa 2 Millionen Gäste kommen. Damit ist es das landesweit am meisten besuchte Fest in der Golden Woche. Dontaku leitet sich vom niederländischen Wort für Sonntag (= Zon-dag) ab.

Emblem der Präfektur Fukushima (福島) ist die stilisierte Darstellung des Hiragana-Zeichnes für die Silbe fu (ふ).
Die Burg Aizu-Wakamatsu (会津若松), galt als stärkste Festung in Nordostjapan und war der letzte Rückzugsort der shōguntreuen Truppen. Zum Gedenken an die jun-gen Samurai von Aizu steht dort unter anderem eine Marmorsäule aus Pompeji (ein Geschenk von Mussolini).

Emblem der Präfektur Gifu (岐阜) ist die Siegelschrift-Variante des Schriftzeichens gi (岐 = Abzweigung).
Die historischen Dörfer von Shira-kawa-gō (白川郷, Dorf weißer Fluss) sind für ihre Häuser bekannt, die im Architekturstil Gasshō-zukuri (合掌造り, Stil der zum Gebet gefalteten Hände) erbaut wurden. Die strohgedeckten, bis zu 60° steilen Dächer, ähneln zum Gebet gefalteten Händen.

Emblem der Präfektur Gunma (群馬 = Pferdeherde) sind drei Halbmonde für die drei wichtigsten Berge der Präfektur.
Der Asama (浅間山) ist der größte aktive Vulkan Japans. Bei einem Ausbruch 1783 stiegen riesige Aschemengen empor. Über 1.000 Dorfbewohner starben, die Sonne kam über Nordjapan für einige Monate nicht mehr durch und etwa 1,4 Millionen Menschen verhungerten.

Emblem der Präfektur Hiroshima (広島) ist eine stilisierte Wiedergabe des Katakana-Zeichens für die Silbe hi (ヒ). Hier befindet sich mit Miyajima (宮島), bekannt durch das oft fotografierte rote Torii (鳥居), eine der drei schönsten Landschaften Japans.
Hier wurde aber auch die erste Atombombe abgeworfen. Am meisten besucht ist der Friedenspark (平和記念公園, heiwa kinen kōen), am Epizentrum der Explosion.

Die rote Farbe des siebenstrahligen Sterns der Präfektur und Region Hokkaidō (北海道) steht für die Energie des Volkes, Weiß für Licht und Schnee. Blau steht für den Himmel und das Meer. Hokkaidō ist die Heimat des Volkes der Ainu (アイヌ), aus deren Sprache viele geografische Bezeichnungen, wie zum Beispiel der Name der Hauptstadt Sapporo (札幌), kommen.
In Sapporo fanden im Jahr 1972 die Olympischen Winterspiele statt.

Emblem der Präfektur Hyōgo (兵庫) ist die wellenförmige Darstellung des Kanjis für hyō 兵 (= Soldat).
Kōbe (神戸) ist einer der größten Seehäfen Japans.
Hausberg Kōbes ist der Rokkō (六甲山), der eindrucksvolle Aussichten auf das Ballungsgebiet bietet. Die nächtliche Sicht auf das Lichtermeer ist als „10-Millionen-Dollar-Aussicht“ (千万ドルの夜景) berühmt.

Emblem der Präfektur Ibaraki (茨城 ) ist eine stilisierte Darstellung einer Rosenknospe, der Präfekturblume.
Der Berg Tsukuba (筑波山) ist, einer der bekanntesten Berge Japans, besonders wegen seines Shintō-Schreines in Form einer Kröte.

Das Emblem der Präfektur Ishikawa stellt die Umrisse und die Zeichen des Präfekturnamens (石川= Steinfluss) dar.
Da der Wert einer Region in der Menge Reis gemessen wurde, die sie ablieferte, war hier die reichste Provinz. Die Region lieferte eine Million Koku (石 ~ 180 Liter), daher der Begriff Hyakumangoku (百万石, Hyakuman = 1 Million).

Logo der Präfektur Iwate (岩手) ist die stilisierte Gestaltung des ersten Zeichens 岩, das sich aus 山 (= Berg) und 石 (= Stein) zusammensetzt.
Zu den Sehenswürdigkeiten Moriokas (盛岡) zählt der Stein spaltende Kirschbaum, ein Baum, der aus dem Spalt eines Granitblocks wächst und diesen beim Wachsen sprengte.

Emblem der Präfektur Kagawa (香川 = Duftfluss) ist das stilisierte Katakana-Zeichen für die Silbe ka (か).
 
Zum Shintō-Schrein Kotohira-gū (金刀比羅宮) führen 785 steinerne Stufen und 1.368 bis zum innersten Heiligtum. Lange Zeit war unklar, ob es sisch um ein buddhistisches oder ein shintōistisches Heiligtum handelte.

Das Emblem der Präfektur Kagoshima (鹿児島) zeigt eine stark vereinfachte Karte der Präfekturumrisse in Schwarz mit der roten Vulkaninsel Sakurajima (桜島) in der Mitte, unter dessen ständigen Ausstoß von  Vulkanasche die gesamte Umgebung leidet.
In der Nähe liegt das Uchinoura Space Center (内之浦宇宙空間観測所).

Die Hafenstadt Yokohama (横浜) in der Präfektur Kanagawa (神奈川) war lange Japans Tor zur Außenwelt. Deshalb hat diese Flagge die Nationalfarben. Dargestellt ist das Siegelschrift-Zeichen ka (神) aus dem Präfekturnamen. 1854 schloss die japanische Regierung mit US-Commodore Perry hier den Vertrag von Kanagawa.
2002 war Yokohama Austragungsort des Finales der Fußball-Weltmeisterschaft.

Emblem der Präfektur Kōchi (高知) ist eine Kombination des Katakana-Silbenzeichens ko (コ) aus dem Präfekturnamen (= hohes Wissen) und dem Kanji 土 für to von Tosa (土佐), dem alten Namen der Region.
Der Shimantogawa (四万十川, 40.010-Fluss) gilt als schönster Fluss Japans. Er ist nicht von Staubecken unterbrochen und wird der letzte klare Strom Japans (日本最後の清流, Nihon saigo no seiryū) genannt.

Das weiße Emblem der Präfektur Kumamoto (熊本 = Bärenwurzel) zeigt die Wiedergabe des Katakana-Zeichens für die Silbe ku (ク) und eine vereinfachte Umrisskarte der Insel Kyūshū (九州), auf der sich Kumamoto befindet.
Der Aso-san (阿蘇山) ist der größte aktive Vulkan Japans. Im Krater befinden sich fünf kleine Vulkane.

Kyōto (京都) hat das Zeichen für Hauptstadt (京) in stilisierter Form zu seinem Emblem gemacht. Kyōto war von 794 bis 1868 Sitz des kaiserlichen Hofes. Ab 1603 verlagerte sich das politische Zentrum nach Tōkyō. Kyōto behielt aber den Stellenwert als kulturelles Zentrum Japans und  wurde bei den Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg verschont.

Das Emblem der Präfektur Mie (三重) zeigt ein stilisiertes Hiragana-Zeichen für die Silbe mi (み) und stellt gleichzeitig eine Zuchtperle dar.
In Mie befindet sich der Ise-Schrein (伊勢神宮), ein Shinto-Heiligum, das alle 20 Jahre komplett neu wird gebaut, sodass sich die Architektur seit Jahrhunderten erhalten hat. Der nächste Neubau steht im Jahr 2013 an.

Emblem der Präfektur Miyagi (宮城) ist das stilisierte Hiragana-Zeichen für die Silbe mi (み), das auch ein Kleeblatt darstellen soll.
Bei der Hauptstadt Sendai (仙台) befinden sich die 260 Kieferninseln von  Matsushima (松島), eine der drei schönsten Landschaften Japans.

Die gelbe Treppe der Präfektur Miyazaki (宮崎), die Fortschritt symbolisieren soll, ist die stilisierte Wiedergabe des Katakana-Zeichens für die Silbe mi (ミ) aus dem Präfekturnamen.
Takachiho (高千穂) ist der Ort, an dem sich die Sonnengöttin Amaterasu (天照) verbarg, bevor sie aus der Höhle gelockt wurde.

Emblem der Präfektur Nagano (長野) ist das stilisierte Katakana-Zeichen für die Silbe na (ナ) aus dem Präfekturnamen. Es stellt auch einen Berg dar, der sich in einem See spiegelt.
In Nagano fanden die Olympischen Winterspiele des Jahres 1998 statt. Nagano setzte sich gegen Aosta (Italien), Jaca (Spanien), Östersund (Schweden) und Salt Lake City (USA) durch.

Emblem der Präfektur Nagasaki (長崎) ist der stilisierte Anfangsbuchstabe N des Präfekturnamens. Es hat aber auch die Form einer Friedenstaube, denn hier wurde die zweite Atombombe abgeworfen.
Der niederländische Handelsstützpunkt Dejima (出島), eine künstliche Insel war über Jahrhunderte die einzige Verbindung Japans zum Rest der Welt.

Emblem der Präfektur Nara (奈良) ist das stilisierte Katakana-Zeichen für die Silbe na (ナ).
Vor der Meiji-Restauration war die Präfektur Nara auch als Provinz Yamato (大和) bekannt, das politische Zentrum, das einen großen Teil Japans vereinigte.
Der Tōdai-ji (東大寺, östlicher großer Tempel) beherbergt die größte buddhistische Bronzestatue und ist das größte Holzgebäude der Erde.

Das goldene Emblem der Präfektur Niigata (新潟) sind das stilisierte Kanji-Zei-chen für nii (新 = neu) und die Katakana-Zeichen für die Silben gata (カタ = Bucht).
Vor der Küste liegt die Insel Sadogashima (佐渡島), die lange Zeit als Verbannungsort diente und auf der auch Gold ab-gebaut wurde.

Emblem der Präfektur Ōita (大分) sind drei stilisierte Katakana-Zeichen für die Silbe o (オ).
Die Stadt Beppu (別府) ist bekannt für ihre heißen Quellen (温泉 Onsen) Beppu (別府) hat zwar nur ungefähr 125.000 Einwohner, aber es kommen pro Jahr ca. 12 Millionen Besucher, die zwischen unterschiedli-chen heißen Quellen wählen können.

Emblem der Präfektur Okayama (岡山) ist das stilisierte Schriftzeichen für oka (岡 = Hügel).
Der Kōraku-en (後楽園) in der Stadt Okayama ist einer der Drei berühmten Gärten Japans (三名園 Sanmeien). Er liegt gegenüber der Burg Okayama (岡山城).
Die Burg Okayama (岡山城, Okayama-jō) wurde wegen ihrer schwarzen Farbe ist als Krähenburg (烏城, U-jō) bekannt.

Emblem der Präfektur Okinawa (沖縄) ist der weiße Buchstabe O (als Anfang des Namens).
Hier konnten sich eigene Sprachen und Kulturen entwickeln, da Okinawa zum Königreich Ryūkyū (琉球) gehörte.
Während der US-Besatzung versuchte man einen Staat Okinawa zu bilden. Sogar ein Anschluss als US-Bundesstaat wurde in Erwägung gezogen. Jedoch ging die Kontrolle 1972 an Japan zurück.

Die blaue Farbe des abstrakten Symbols der Präfektur Ōsaka (大阪)  steht für die beiden Meere, zu denen Ōsaka Zugang hat.
Die Stadt ist das traditionelle Handelszentrum Japans. Mit dem Kansai International Airport (関西国際空港) verfügt Ōsaka seit 1994 über einen modernen internationalen Flughafen auf einer künstlichen Insel

Emblem der Präfektur Saga (佐賀) ist die Blüte des Kampherbaums.
Bekannt ist die Präfektur durch das Arita-Porzellan (有田焼) und sein Ballon-Festival (気球大会).
Arita (有田) ist  Ursprungsort der Porzellanherstellung in Japan. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts fand der koreanische Töpferer Ri San Pei  (李 参平 dort Kaolin und stellte zum ersten Mal in Japan Porzellan her.

Der Name der Präfektur der Präfektur Saitama (埼玉)  bedeutet so viel wie „Schmuckband“ und wird dargestellt durch sechzehn Schmuckperlen.
Saitama schließt nördlich an Tokyo an, und ist eine  Schlafstadt (ベッドタウン, bed town). Saitama (さいたま) ist die jüngste Millionenstadt Japans und die einzige Präfekturhauptstadt, die sich nur in Hiragana schreibt.

Emblem der Präfektur Shiga (滋賀) ist ein stilisiertes Katakana-Zeichen für die Silbe shi (シ), das aber auch Japans größten See, den Biwa-See (琵琶湖) mit Flügeln darstellt. Er hat eine Fläche von 674 km² (Bodensee: 536 km²) und wird vollständig von der Präfektur umgeben. Er ist vermutlich der drittälteste See der Welt, nach dem Baikalsee und dem Tanganjikasee.

Emblem der Präfektur Shimane (島根) sind vier Katakana-Zeichen für die Silbe ma (マ).
Der Izumo-Taisha (出雲大社) ist einer der ältesten Shintō-Schreine. Angeblich kommen im Oktober alle Götter nach Izumo. Deshalb ist der Oktober hier als Monat voll Götter (神在月 kami-arizuki) bekannt, im Rest von Japan jedoch als Monat ohne Götter (神無月kami-nazuki).

Emblem der Präfektur Shizuoka (静岡) ist eine orange Darstellung des Berges Fuji (富士山) und eine weiße Umrisskarte der Präfektur.
Die Stadt Atami (熱海 = heißes Meer) ist für ihre Thermalquellen berühmt. In einem Tempel befindet sich eine Statue der Kannon (観音), die von dem für das Massaker von Nanking verantwortlichen General Matsui Iwane (松井石根) gestiftet wurde.

Emblem der Präfektur Tochigi (栃木) ist das stilisierte Kanji-Zeichen für die Silbe tochi (栃 = Kastanie).
Ein beliebtes Ausflugsziel ist Nikko (日光 = Sonnenglanz). An einem unscheinbaren Gebäude - dem Stall der heiligen Pferde - befindet sich als Fassadenschnitzerei das Wahrzeichen Nikkōs, die drei Affen, die nichts (Böses) sehen, hören und sagen.

Emblem der Präfektur Tokushima (徳島) sind die Hiragana-Zeichen für die Silben to (と) und ku (く). Dieses Emblem hat die Form eines fliegenden Vogels.
Die Naruto-Strudel (鳴門の渦潮, Naruto no Uzushio) sind Gezeitenstrudel zwischen der Stadt Naruto und der Insel Awaji. Die Meerenge hat eine Breite von etwa 1,3 km. Wegen der Enge der Straße erreicht die Strömung bis zu 15 km/h.

Emblem der Präfektur Tōkyō (東京都) ist eine sechsstrahlige weiße Sonne auf purpurnem Feld. Diese Sonne setzt sich zusammen aus den stilisierten Schriftzeichen 東 (= Osten) und 京 (= Hauptstadt) sowie Nihon日本.
Seit 1989 verwendet die Stadt außerdem ein stilisiertes grünes Ginkgo-Blatt als Symbol.

Das Emblem der Präfektur Tottori (鳥取) ähnelt dem der der Präfektur Tokushima, denn beide verwenden das gleiche stilisierte Hiragana-Zeichen für die Silbe to (と). Auch hier hat es die Form eines Vogels, jedoch als Anspielung auf den Präfekturnamen, in dem das Kanji 鳥 (= Vogel) enthalten ist.
Bekannt ist Tottori für seine Sanddünen (鳥取砂丘と).

Emblem der Präfektur Toyama (富山)  ist eine Kombination aus dem stilisierten Hiragana-Zeichen für die Silbe to (と) und den Umrissen des Berges Tateyama (館山).
Toyama kam in die Weltpresse, als hier die Itai-Itai-Krankheit (イタイイタイ病, Itai-Itai-byō = Aua-Aua-Krankheit), eine Cadmiumvergiftung auftrat, die durch industrielle Abwässer verursacht wurde.

Emblem der Präfektur Wakayama (和歌山) ist das stilisierte Katakana-Zeichen für die Silbe wa (ワ). Es steht für Harmonie (和, wa).
Wakayama ist der südlichste Teil der japanischen Hauptinsel Honshū und ist bekannt für seine Pflaumen (梅 ume) sowie den Nachi-Wasserfall (那智).

Das Emblem der Präfektur Yamagata besteht aus drei stilisierten Bergen. Yamagata (山形) bedeutet Bergform. Das Emblem steht auch für die Wellen des Mogami-Flusses (最上川), der durch die Präfektur fließt.
Hier stehen auch die Drei Berge von Dewa (出羽三山, Dewa sanzan (Haguro-san 羽黒山, Gassan 月山 und Yudono-san 湯殿山), die meist besuchte Pilgerstätte Nordjapans.

Emblem der Präfektur Yamaguchi (山口)  sind die stilisierten Zeichen für yama (山 = Berg) und guchi (口 = Mund). Es hat die Form eines Vogels, der auf die Sonne zu fliegt.
Shimonoseki (下関), die südwest¬lichste Stadt auf der Hauptinsel Honshū, ist durch die Kammon-Brücke (関門橋) mit der der Insel Kyūshū verbunden.
In Iwa-kuni steht die Brokatschärpen-Brücke (錦帯橋), die nur von Samurais benutzt werden durfte.

Emblem der Präfektur Yamanashi (山梨) ist ein stilisiertes Schriftzeichen yama (山 = Berg) im vereinfachten weißen Umriss des Fuji.
Nashi (梨) ist der Name der japanischen Birne. Der purpurne Untergrund steht für die Weintrauben, die ein beliebtes Produkt dieser Präfektur sind.
In der Präfektur liegt der Kawaguchi-See (河口湖 Kawaguchi-ko), der bekannteste der Fünf Fuji-Seen.

Die Verwaltung jeder Präfektur wird von einem Gouverneur (知事 chiji) geleitet, der ebenso wie die Präfekturparlamente (議会 gikai) alle vier Jahre vom Volk gewählt wird.

2003 verkündete der damalige Premierminister, Koizumi Junichirō (小泉純一郎), dass die Präfekturen in 10 Bundesstaaten aufgehen sollten, denen mehr Autonomie gewährt werden sollte. Wie wir alle wissen, ist daraus nichts geworden.
 
 

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