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07. Dezember 2012

Porzellan

瓷器 cíqì (Porzellan + Utensil)
 


chinesisches blau-weißes Porzellan aus dem 14. Jahrhundert
(Foto: Wikimedia)
 
„China hat viel zur Kultur der Menschheit beigetragen, aber nichts hat ihr besser gedient als die chinesische Erfindung des Porzellans. Sogar die jungsteinzeitlichen bemalten Töpfe sind geschickter in Technik und Dekoration als alles, was andere Kulturen im vergleichbaren Stadium hervorbrachten.“
(Lin Yutang)
 
„‚In China gibt es einen ganz feinen Ton, aus dem Vasen hergestellt werden, die so lichtdurchlässig sind wie Glasflaschen‘, schrieb der arabische Kaufmann Suleimann im 9. Jahrhundert, ‚obwohl diese Vasen aus Ton sind, sieht man von außen das Wasser in ihnen.‘
 
Chinesisches Porzellan erregte jahrhundertelang das Staunen der Welt. Nirgendwo anders gelang es, solche exquisiten ‚muschelähnlichen‘, reich glasierten Tassen und Vasen herzustellen, hauchzart und doch bruchfester als gewöhnliche Keramik. Auf den Philippinen wurde chinesisches Porzellan wegen seines glockenartigen Klangs in Regenkulten verwendet; türkische Sultane aßen von nichts anderem, da sie glaubten, Porzellan verfärbe sich bei Berührung mit Gift; und Herrscher von Ostafrika bis Potsdam schmückten ihre Salons mit Porzellantellern.

Das Geheimnis der Porzellanherstellung lag in der Verwendung von Kaolin
([高嶺土] gāolĭngtu), einem besonders reinen Ton, der mit Feldspat vermischt und bei einer Temperatur von über 1300 °C gebrannt wurde. Mit einer Glasur überzogen, verglast der Ton und wird transparent."
(Kai Vogelsang: Geschichte Chinas. Stuttgart: Philipp Reclam jun. 2012. ISBN 978-3-15-010857-4)
 
Monte Kaolino in der Oberpfalz
(Foto: Wikimedia)
 
Im Englischen bezeichnet das Wort „China“ nicht nur das Reich der Mitte, sondern auch Porzellan.Aufgrund des geringeren Eisenanteils sieht das Weiße Porzellan viel heller aus. Gegenüber anderen Keramiken zeichnet sich Porzellan durch große Härte, Wohlklang, Durchsichtigkeit und gute Wärmespeicherung aus.
 
 
 

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