• Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
    Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
  • Schwerpunkt Korea
    Schwerpunkt Korea
  • Schwerpunkt China
    Schwerpunkt China
  • Schwerpunkt Japan
    Schwerpunkt Japan

Institutsleitung
Prof. Dr. Frank Rövekamp

Stellvertr. Leitung / Studienberatung
Christine Liew, M.Litt.
0621-5203-423

Sekretariat
Conny Scheurer
0621-5203-410

_______________________

pdf» Information in English (pdf)
pdf» Partner Universities (pdf)

07. Dezember 2012

Po Chü-i

白居易 Bái / Bó Jūyì (Familienname Bái = weiß + wohnen + Wandel)

白樂天 Bó Lètiān (Familienname Bái = weiß + Freude + Himmel)
772 – 846

„Den meisten gebildeten Chinesen dürften mindestens eine Handvoll deutscher Dichternamen geläufig sein - Goethe, Schiller, Heine, Storm (!), Rilke, Brecht -, und selbst das Gros derjenigen, die nicht eigens europäische bzw. deutsche Literatur studiert haben, wird wahrscheinlich etwas mit diesen Namen verbinden können.
 
Doch welcher deutscher Bildungsbürger oder Absolvent eines post-68er Gymnasiums könnte sich rühmen, schon von dem chinesischen Dichter Bái Jūyì gehört zu haben, geschweige denn mit diesem Namen etwas verbinden? Dabei gehört er zu den fünf bis sechs größten der zahlreichen Dichterpersönlichkeiten – die China in seiner mehrtausendjährigen kontinuierlichen Geschichte und Kultur hervorgebracht hat.

Zumindest ein großer deutscher Dichter des 20. Jahrhunderts hat allerdings Bái Jūyì schätzen gelernt: Bertolt Brecht kannte Báis Gedichte durch Arthur Waleys Übersetzungen, von welchen er – ohne die chinesischen Originale je gesehen zu haben - kongeniale Übertragungen ins Deutsche anfertigte.“

(http://www.uni-trier.de/fileadmin/fb2/SIN/Pohl_Publikation/bai_juyi.pdf; Karl-Heinz Pohl, Universität Trier)

Die anderen fünf Dichter sind:
杜甫 李白 陶淵明 蘇東坡 王維
Dù Fǔ Lǐ Bái Táo Yuānmíng Sū Dōngpō Wáng Wéi
712 - 770 701 - 762 365 - 427 1037 - 1101 701 - 761

Bái Jūyì soll seine Gedichte immer zunächst einer alten Frau vorgetragen haben und erst dann zufrieden gewesen sein, wenn sie die Gedichte verstand. Die Volksnähe seiner Dichtung lässt sich daran erkennen, dass man bereits zu seinen Lebzeiten seine Balladen „auf den Wänden von Dorfschulen, Tempeln und Schiffskabinen“ geschrieben fand“.
 

Bái Jūyì zählt zu den bedeutendsten chinesischen Dichtern. Geschätzt wird vor allem seine sozialkritische Einstellung. Er galt in Japan für lange Zeit als der chinesische Dichter schlechthin.

Das Lied vom ewigen Leid
長恨歌
Chánghèngē

Das bekannteste von Bái Jūyìs 2.800 Gedichte, so viele wie von keinem anderen Dichter der Tang-Dynastie, handelt von der Kaiserin Yáng Guìfēi (楊貴妃), die auf der Flucht  vom Gefolge des Kaisers umgebracht wurde. Dieses lange Gedicht handelt von ihrem Aufstieg und Fall und wurde immer wieder als außerordentlich schönes Gedicht gelobt.

Im letzten Vers heißt es:

天長地久有時盡, Tiān cháng dì jiǔ
yǒu shí jìn,
Himmel und Erde werden trotz ihrer langen Lebenspanne eines Tages vergehen,
此恨綿綿無絕期。 cǐ hèn mián mián
wú jué qí.
des Kaisers Reue wird jedoch niemals abreißen!
 

chinesische Dichter
Han Yu  韓愈 - Li Ching-chao 李清照 - Li Tai-po 李白 - Po Chü-i 白居易 - Su Tung-po 蘇東坡 - Tao Yuan-ming 陶淵明 - Tu Fu 杜甫

 

logo

Ostasienlexikon
A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N
- O - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - Y - Z

Über uns

Den Kern des Instituts bilden 15 ständige Mitarbeiter. weiterlesen ...

Studium

Das Studium schließt nach acht Semestern mit dem Bachelor of Science ab. weiterlesen ...

Publikationen

Veröffentlichungen und Forschungsbeiträge aus dem Institut  weiterlesen ...

Wort des Tages

Aktuelle chinesische oder japanische Begriffe weiterlesen...

Ostasienlexikon

Schlüsselwörter aus China, Japan, Korea, Mongolei, Hongkong, Macau und Taiwan weiterlesen...

Sprichwörter

„Es gibt da ein chinesisches Sprichwort …“ – Wer kennt sie nicht, diese Einleitung? weiterlesen...