• Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
    Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
  • Schwerpunkt Korea
    Schwerpunkt Korea
  • Schwerpunkt China
    Schwerpunkt China
  • Schwerpunkt Japan
    Schwerpunkt Japan

Institutsleitung
Prof. Dr. Frank Rövekamp

Stellvertr. Leitung / Studienberatung
Christine Liew, M.Litt.
0621-5203-423

Sekretariat
Conny Scheurer
0621-5203-410

_______________________ 

Stellenangebot / Job Offer: 

Lecturer for Modern Korean Business & Society

_______________________

pdf» Information in English (pdf)
pdf» Partner Universities (pdf)

07. Dezember 2012

Pipa

琵琶 pípá

pipa
5-saitige Pípá aus der Tang-Dynastie
(Bild: Wikimedia)

Die Pipa, ein Zupfinstrument der klassischen chinesischen Musik, blickt auf eine 2.000-jährige Geschichte zurück. Seit dieser Zeit genießt sie den Ruf „Königin der Zupfinstrumente". Die Pipa wurde auf dem Pferd gespielt. Beim „Pi" wird von vorne über die Saiten gestrichen, beim „Pa" in umgekehrter Richtung.

Das Pipa-Lied

perle-des-ostens

Perle des Ostens
(Foto: Wikimedia)

 
Inspiriert wurde das Design des 468 Meter hohen Shanghaier Oriental Pearl Tower (东方明珠塔 Dōngfāng Míngzhūtǎ) von einem Gedicht, das der Dichter Bái Jūyì (白居易; 772 - 846) über den Klang der Pípá (琵琶) geschrieben hatte. Der lernte eines Tages an einem Fluss eine Pipa-Spielerin kennen, deren Spieltechnik und die Melodie ihn zu Tränen rührten. Aufgrund dieses Erlebnisses schrieb er sein berühmtes „Lied der Pipa-Laute", in dem er die Spieltechnik der Pipa bewunderte.
 
Die folgenden Zeilen sind vielen Chinesen auch heute noch bekannt:
 
„Die dicken Saiten prasselten wie Regenschauer, die dünnen Saiten seufzten wie Liebesgeflüster. Prasseln und Plappern, Plappern und Prasseln, wie Perlen, groß und klein, die auf Jadeteller fallen."
 
琵琶行 Pípa xíng Pipa-Lied
大絃嘈嘈如急雨 Dà xián cāocao rú jíyǔ Die dicken Saiten prasselten wie Regenschauer,
小絃切切如私語 xiǎo xián qièqiè rú sīyǔ Die dünnen Saiten seufzten wie Liebesgeflüster,
嘈嘈切切錯雜彈 cāocao qièqiè cuòzá dàn Prasseln und Plappern, Plappern und Prasseln,
大珠小珠落玉盤 dàzhū xiǎozhū luò yùpán Wie Perlen, groß und klein, die auf Jadeteller fallen.
 

 

biwa
pipa-spielerin
琵琶湖
Biwa-ko
Pipa-Spielerin
(Bild: Wikimedia)
Der Biwa-See,  der größte See Japans entlehnt seinen Namen von der Biwa-Laute, weil er von oben gesehen eine ähnliche Form hat. In den Gedichten der Tang-Zeit (唐朝, Tángcháo; 618 - 907) wird das Instrument oft für seinen erlesenen Klang gepriesen.

 

Musikinstrumente
Erhu 二胡 - Glockenspiel 編鐘 - Pferdekopfgeige  морин хуур - Pipa 琵琶 - Qin 古琴 Shamisen 三味線 - Taiko 太鼓

 

logo

Ostasienlexikon
A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N
- O - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - Y - Z
 

Über uns

Den Kern des Instituts bilden 15 ständige Mitarbeiter. weiterlesen ...

Studium

Das Studium schließt nach acht Semestern mit dem Bachelor of Science ab. weiterlesen ...

Publikationen

Veröffentlichungen und Forschungsbeiträge aus dem Institut  weiterlesen ...

Wort des Tages

Aktuelle chinesische oder japanische Begriffe weiterlesen...

Ostasienlexikon

Schlüsselwörter aus China, Japan, Korea, Mongolei, Hongkong, Macau und Taiwan weiterlesen...

Sprichwörter

„Es gibt da ein chinesisches Sprichwort …“ – Wer kennt sie nicht, diese Einleitung? weiterlesen...