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07. Dezember 2012

Peking

北京 Běijīng (Norden + Hauptstadt; Aussprache Peking vermutlich aus Südchina, wo die ersten Europäer nach China kamen)
北京市 Běijīng Shì (Peking + Stadt)
北平 Běipíng (Norden + Frieden, taiwanesische Bezeichnung, da dort immer noch Nánjīng 南京 als Hauptstadt gilt)
16.808 km² (entspricht ungefähr der Fläche Thüringens)
17,6 Millionen Einwohner
1.044 Einwohner pro km²

peking

„In der Vorstellung der meisten Leute ist Peking ein grauer, schmutziger und langweiliger Ort. In Wirklichkeit ist Peking grau und schmutzig und der aufregendste Ort der Welt. jeden Tag muß man sich neu orientieren, weil es die Gasse, die man gestern noch entlang schlenderte, heute schon nicht mehr gibt und das Teehaus, in dem man gerade noch Drachenbrunnen-Tee schlürfte, einem schlammigen Bauloch Platz gemacht hat. Der chinesische Malerfreund, der vor dem Urlaub Nackerte oder aufgeblähte Mao-Köpfe auf die Leinwand pinselte, hat sich bei deiner Rückkehr den Schädel geschoren und ist nun Bassist einer Punk-Band, die sich entweder 'Toter Platz' oder 'Roter Rotz' nennt. Hier schlägt eine Nation gerade Salto.

Dem Besucher ist, als beobachte er hinterm Bullauge einen Vollwaschgang, so kreist und quirlt, so schäumt und spritzt das und hört gar nicht mehr auf, Und drin in der Maschine purzeln die Pekinger, wissen bald nicht mehr, wo oben und wo unten ist, und ob sie zuletzt sauber herauskommen oder aber nur zerknittert, das wissen sie schon gar nicht. Dies ist eine Stadt, die verwirrt nicht nur den Besucher, sondern oft genug auch ihre Bewohner. … Ich wandte mich nur für einen Moment ab, und als ich wieder hinsah, war da plötzlich eine dreispurige Straße.“

(Kai Strittmatter: Atmen einstellen, bitte! Pekinger Himmelsstürze. 2001.  ISBN: 978-3854527428)
 
„Auf den chinesischen Karten wird die Hauptstadt mit einem Stern dargestellt. Aber in den Augen der Provinzbewohner ist sie eher so etwas wie der Traum von einem riesigen Geschenkkorb. Man drängt hierher, um ein Stückchen von seinem Inhalt zu erhaschen. Bauern und Wanderarbeiter möchten ihren Familien ein bisschen Wohlstand nach Hause bringen, Geschäftsmänner wollen Kontakte knüpfen und Reichtum anhäufen, Studenten werden von ihren Familien hierhergeschickt, um Prüfungen zu bestehen und etwas aus sich zu machen.“
(Christoph Rehage im Stern vom 5. Juni 2012)
 
peking-smog pku
北京咳
Běijīngké
北京大学
Běijīng Dàxué

Peking, das einst für seinen legendären blauen Himmel bekannt war, ist heute die Hauptstadt mit der größten Umweltverschmutzung. Peking galt auch wegen seines trockenen Klimas als eine der gesündesten Städte Chinas. Heute leiden Hunderttausende unter chronischer Bronchitis, der so genannten Pekinger Lunge. Die Ursachen liegen sowohl in den zahlreichen Fabrikanlagen und Kraftwerken als auch am Verkehr und in den privaten Haushalten.

Ein US-Wissenschaftler maß 1980 (!) die Schmutzteilchen in der Luft. Das Gerät zeigte 120 Mikron pro Kubikmeter an. Die Sicherheitsgrenze liegt bei 30. Ein ausländischer Arzt sagt dazu: „Wer hier morgens sein Jogging betreibt, könnte ebensogut täglich eine Packung Zigaretten rauchen.“
(Fotos: Wikimedia)

Chinas Staatspartei versteht die Peking-Universität als Geburtsstätte ihrer Revolution. An ihr lehrten die ersten Marxisten des Landes wie Lǐ Dàzhāo (李大釗) und Chén Dúxiù (陳獨秀). Der spätere Parteiführer Máo Zédōng (毛澤東)  arbeitete hier als Hilfsbibliothekar. Mao verwandelte 1966 die Universität in eine Arena für seine Kulturrevolution (文化大革命 wénhuà dàgémìng) und putschte die Studenten als Rote Garden (红卫兵 hóngwèibīng) auf. 1986 und 1989 nahmen die Pekinger Studentenproteste hier ihren Ausgang.
pekingmensch01
pekingente
北京猿人
Běijīng Yuánrén
北京烤鸭
Běijīng kǎoyā
Als Peking-Mensch werden Fossilien bezeichnet, die in einer Höhle von Zhōukǒudiàn, rund 40 km südwestlich des Stadtzentrums von Peking, entdeckt wurden. Der Pekingmensch war einer der ersten Hominiden, die sich des Feuers bedienten; er wohnte in Höhlen, briet sein Fleisch und kleidete sich wahrscheinlich in Felle. Die Pekingente gehört zu den berühmtesten Gerichten der chinesischen Küche. Ihre Herstellung ist sehr aufwändig. Bei der Pekingente wird besonderer Wert auf die Haut gelegt. 

tordeshimmlischenfriedens

 
himmelstempel-qiniandian
天安门
Tiān’ānmén
天坛
Tiāntán
 Das Tor des Himmlischen Friedenswurde 1417 während der Bauarbeiten am Kaiserpalast (紫禁城 Zǐjìnchéng, Verbotenen Stadt) unter dem dritten Ming-Kaiser Yǒnglè (永樂) erbaut und am Ende der Ming-Dynastie (明朝 Míngcháo; 1368 - 1644) von den Rebellen unter Lĭ Zìchéng (李自成 ) niedergebrannt. Während der Qing-Dynastie (清朝 Qīngcháo, 1644 - 1911) wurde es erneut aufgebaut.  Der Himmelstempel ist eine Tempelanlage in Peking, die 1421 zusammen mit dem Kaiserpalast entstand. Hier musste der Kaiser mehrmals im Jahr „Zwiesprache mit dem Himmel“ halten, von dem er sein „Mandat“ erhalten hatte.
(Foto: Wikimedia)
 

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