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07. Dezember 2012

Paukschule

塾 juku
学習塾 gakushū juku

„So imponierend die Produkte der japanischen Fabriken sind - die erfolgreichste aller Fabriken ist jene, die den Japaner selbst fabriziert: das Erziehungssystem.
Zur Zeit [1989] durchlaufen 28 Millionen Jungen und Mädchen dieses System wie am Fließband. Ähnlich den anderen japanischen Produkten sind die Menschen, die aus der Erziehungsfabrik kommen, von guter Qualität, aber wie alle anderen Produkte sind sie auch standardisiert.“

(http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13498277.html; Der Spiegel vom 18. Dezember 1989)

Da Erziehung in Japan der sicherste Weg zum gesellschaftlichen Aufstieg ist, beginnt ein Drittel der Kinder schon mit drei Jahren zu lernen. Wichig ist das Auswendiglernen. Auf jede Frage gibt es nur eine Antwort.

Um einen guten Job zu erhalten, muss man auf einer angesehenen Universität studiert haben. Um aber an einer angesehenen Universität zugelassen zu werden, muss man auf einer angesehenen Oberschule gewesen sein, dazu wiederum von einer guten Volksschule und also aus einem guten Kindergarten kommen. Um sich auf die Eintrittsprüfung für einen guten Kindergarten vorzubereiten, marschiert der dreijährige kleine Japaner in eine private Vorschule.

Alle Prüfungen laufen nach dem gleichen Muster ab: Die Prüflinge müssen auf Fragebögen die richtigen Antworten ankreuzen. Da die staatlichen Schulen nicht in der Lage sind, jedes Kind individuell vorzubereiten, hat sich ein System von Paukschulen entwickelt. Auch die Paukschulen haben ihre Ränge, und für die besten muss wiederum eine Aufnahmeprüfung bestanden werden. Also gibt es Juku, die auf Juku-Prüfungen vorbereiten.

Nach der Qual der Prüfungen winkt das Paradies. Landet der junge Japaner endlich auf einer der guten Universitäten, braucht er sich um nichts mehr zu sorgen. Allein die Tatsache, auf einer hochrangigen Universität zu sein, macht ihn zum Mitglied der Elite. Die Studienzeit wird hauptsächlich genutzt, Beziehungen aufzubauen. Den guten Job gibt es dann fast automatisch. Nicht mal Wissen ist erforderlich. Eine Firma, die Universitätsabsolventen einstellt, zieht es vor, sie als „leeres Gefäß zu übernehmen, in das die Firmenkultur gegossen werden kann.
 

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