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07. Dezember 2012

Palastmuseum

國立故宮博物院 Gúolì Gùgōng Bówùyùan (Nationales Palastmuseum)
台北故宮 Táiběi (Taipeh + alter + Palast)
北京故宮博物院 Běijīng Gùgōng Bówùyuàn (Palastmuseum Peking)
故宮博物院 Gùgōng Bówùyuàn (alter + Palast + Museum)

„Wer schon einmal ein Aerogramm aus Taiwan gesehen hat, wird sich gewiss an das Bild auf der Rückseite erinnern. Abgebildet ist ein mit mehreren Türmchen im chinesischen Stil errichtetes gigantisches Bauwerk am Fuße eines dicht bewaldeten Hügels im Stadtteil Shilin.

Dieser Palast ist das Nationalpalast-Museum, der Stolz und das kulturhistorische Aushängeschild der R.o.C. [Republic of China;
中華民國 Zhōnghuá Mínguó], welches für den gesamten chinesischen Kulturkreis eine Bedeutung hat wie etwa der Louvre in Paris für Europa. Dass auf dem kleinen Taiwan ein Hort der chinesischen Geschichte steht, nicht aber in der Volksrepublik, hat eine pikante und spannende Vorgeschichte:“
(Werner Lips: Taiwan. 2003. ISBN: 3-8317-1107-0)
 
palastmuseum
Nationales Palastmuseum
 
Mit der Besetzung Nordostchinas durch Japan wurden 1933 alle Kunstschätze des Pekinger Kaiserpalastes in 7.000 große Holzkisten verpackt und in die damalige Hauptstadt Nanking (南京 Nánjīng) befördert. Ungeöffnet zog der Tross vor den vordringenden Japanern kreuz und quer durch das Land. Nach der Kapitulation Japans kamen die Schätze schließlich 1947 nach Nanking. Doch schon 1949 mussten die Truppen der Kuomintang (國民黨 Guómíndǎng) vor den Kommunisten auf die Insel Táiwān (臺灣) flüchten. Da sie sich nur auf einen „vorübergehenden" Rückzug einstellten, wurden die Kisten auch hier nicht ausgepackt, sondern in einem Lagerhaus des „provisorischen Regierungssitzes“, Taipeh (臺北 Táiběi), untergestellt. Nachdem aus der Rückeroberung nichts wurde, baute man das heutige Palastmuseum, welches 1965 öffnete. Während der gesamten Odyssee wurde nach offiziellen Angaben nicht ein einziges Stück beschädigt.

Die Kunstschätze sind einer der Streitpunkte mit der Volksrepublik China (中华人民共和国 Zhōnghuá Rénmín Gònghéguó), die alle Gegenstände herausfordert, da sie international das einzige anerkannte China sei. Umgekehrt argumentieren Vertreter der Republik China. die Kunstwerke seien ihr nach dem Fall des Kaiserreiches zugefallen, ihre Truppen hätten sie vor den Japanern in Sicherheit gebracht, und schließlich hätten die Kommunisten während der Kulturrevolution (文化大革命 wénhuà dà gémìng, 1966 bis 1976) alles Alte zerstört.

Heute befinden sich 700.000 Einzelstücke im Besitz des Museums, ausgestellt werden allerdings nur etwa 15.000. Das Museum liegt nicht zufällig an einem kleinen Berg. Dieser wurde ausgehöhlt, mit Gängen und vollklimatisierten Hallen durchzogen, wo die 685.000 gerade nicht gezeigten Stücke lagern.

Trotz der Namensähnlichkeit sollte dieses Museum nicht mit dem Palastmuseum in der Verbotenen Stadt (紫禁城 Zǐjìnchéng) in Peking, Volksrepublik China verwechselt werden. Beide Institutionen haben den gleichen Ursprung; die Trennung ist Resultat des chinesischen Bürgerkriegs. Das Palastmuseum Peking ist das bedeutendste Museum der Volksrepublik China und wurde 1925 im ehemaligen Kaiserpalast eingerichtet.
 

Große Museen
Chinesisches Nationalmuseum 中国国家博物馆 - Palastmuseum 國立故宮博物院, 故宮博物院 - Shanghai-Museum 上海博物馆
 

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