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07. Dezember 2012

Otaku

 

お宅 otaku

Ein Otaku
(Quelle: Rakuten)

„Als Otaku bezeichnet man vor allem Männer, deren Interessen sich allein um ein Thema drehen, dies ist meist die Welt der Manga [漫画] und Anime [アニメ], des Cosplays [コスプレ kosupure] oder der Computerspiele. Die Bezeichnung Otaku entspricht am ehestem dem englischen Wort ‚Nerd’. Obsessive deutsche Modelleisenbahner sind als Beispiel allerdings auch nicht schlecht. Wer ihre Leidenschaft teilt, ist für Stunden begeistert, die anderen. schauen längst gelangweilt aus dem Fenster.

Herr Kawami ist so ein Otaku. Er liebt Anime und hat an sich nichts gegen die Bezeichnung Anime-Otaku: wie ja auch eingefleischte Computerfans sich selbstironisch als Nerds bezeichnen. Noch lieber sieht er sich als Maniakku, also Maniac oder fanatischer Fan. Das klingt im Japanischen harmloser als der Name Otaku, bei dem viele Japaner immer noch eine Gänsehaut bekommen. Das haben sie Miyazaki Tsutomu
zu verdanken, der Ende der Achtzigerjahre in der Präfektur Saitama [埼玉] vier kleine Mädchen ermordete und ihre Familien zudem noch bitterlich verhöhnte.
 
Miyasaki hatte sich in einer Welt aus Zeichentrickfilmen und Gewaltspielen verloren, die Presse verlieh ihm den Spitznamen Otaku-Mörder und stilisierte ihn zur Symbolfigur hochgradig gefährlicher Einzelgänger. Die Öffentlichkeit begegnete auf Jahre auch dem harmlosesten Anime- und Computerfreak mit Misstrauen."
(Christine Liew: Schattenläufer und Perlenmädchen. Abenteuer Alltag in Japan. 2010. ISBN: 978-3-940855-22-0)
 
Otaku sind scheue Menschen, die monomanisch einem Interessengebiet nachgehen, um darin Meisterschaft zu erlangen. Um dieses Ziel zu erreichen, blenden sie alles andere völlig aus.

Der Otaku-Mörder

Miyazaki Tsutomu [宮崎勤]ermordete vier Mädchen im Alter zwischen vier und sieben Jahren, schickte den Familien Briefe, in denen er beschrieb, was er dem Kind angetan hatte und belästigte die Familien auch telefonisch.

Der Umstand, dass Miyazaki sich durch seine Videosammlung als Otaku auswies, löste Vorurteile gegenüber Zeichentrickfilme und ihre Fans aus, die immer noch nicht vollständig überwunden ist.

Europäische Manga- und Anime-Fans bezeichneten sich zunächst selbst als Otaku, ohne sich der negativen Konnotationen bewusst zu sein. Mit zeitlicher Verzögerung erreichte die schlechte Presse der Otakus aber auch den Westen. Ironischerweise sind Otakus in Japan heute nicht mehr so negativ bewertet, nicht zuletzt dank Meldungen über westliche Fans, die sich stolz selbst Otaku nennen.
 
 
 

Manga 漫画, Anime アニメ und kawaii かわいい
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