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07. Dezember 2012

Origami

折り紙 origami (falten + Papier)

„Papierflugzeuge, Fächer, das ‚Himmel und Hölle’-Spiel oder Schiffe - wer hat nicht als Kind mit Begeisterung ein Stück Papier in die wundersamsten Dinge verwandelt? Ohne Schere und Klebstoff, ganz einfach durch Falten. Der Faszination, mit wenig Aufwand komplexe Formen zu entwickeln, erliegen aber keineswegs nur Kinder. Auch wenn Origami, zu Deutsch: Papier falten, gern als Kinderkram abgetan wird. Nein, es sind die Mathematiker und Architekten, die immer neue Systeme der Papierfaltkunst ausklügeln, überall auf der Welt. …

"Origami ist keine Bastelei, sondern eine für das Design ergebnisreiche Sache", sagt Nils Jockel vom Museum für Kunst und Gewerbe. Als Beispiel dafür führt er etwa den Klapphocker aus Filz an, der sich mit einem Handgriff als Teppich oder Spielwiese flach legen lässt. 'Und wer denkt bei Origami schon an Weltraumteleskope oder Sonnensegel?' Mit der zum Transport nötigen Stauchung solch riesiger Objekte befasst sich der amerikanische Professor Robert Lang. Er entwickelte ein Computerprogramm, das jedes beliebige Faltmuster erzeugt.“
(http://www.abendblatt.de/kultur-live/article468593/Vom-Glueck-des-Geknickten.html; Ursula Herrndorf, 22. Mai 2007)

 Origami-Kranich

Zwei Regeln gelten beim Origami: keine Schere und kein Klebstoff! Aber man darf das Papier mit Wasser befeuchtet. Dadurch können komplizierte Figuren gefaltet werden, die weniger eckig wirken.


Yoshizawa Akira (吉澤章)(Foto: Wikimedia)

Der Origami-Meister Yoshizawa

Der Origami-Meister Yoshizawa Akira (吉澤章) wurde 1911 in einer Bauernfamilie geboren. Er wurde Schmied und technischer Zeichner. Als technischer Zeichner unterrichtete er seine Lehrlinge mittels Papierfaltung und machte diese Kunst später zum Mittelpunkt seines Lebens. Offenbar packte ihn die Lust am Falten, denn im Alter von 26 Jahren kündigte er, um sich voll auf seine Origami-Leidenschaft zu konzentrieren. Die nächsten 20 Jahre verbrachte er in Armut und versuchte sich mit kleinen Jobs über Wasser zu halten.

Im Zweiten Weltkrieg war Yoshizawa als Sanitäter in Hongkong stationiert. Im Lazarett faltete er kleine Origamifiguren, um damit die verletzten Soldaten aufzumuntern. 1951 erschienen in einem Magazin einige seiner Faltanleitungen. Damit kam der Stein ins Rollen. 50.000 Faltmodelle und ein System für Faltanleitungen stammen von ihm. Yoshizawa ist es du verdanken, dass es jedem möglich ist, Vögel, Schmetterlinge und andere Gegenstände zu falten. Er entwickelte ein eigenes System für gedruckte Faltanleitungen. Dabei werden die einzelnen Faltschritte mit Hilfe von Pfeilen und Linien dargestellt. Einzelne der Falttechniken Yoshizawas (z.B. das Nassfalten) sind einer der Hauptgründe, warum Origami sich als Kunstform etablieren konnte.

1983 erhielt er vom Tenno Hirohito (裕仁) einen Orden und noch mit 87 Jahren richtete er eine Origami-Ausstellung im Pariser Louvre (ルーヴル Rūvuru) aus. Verkaufen wollte er seine Werke jedoch nie, lediglich ein paar davon verschenkte er an Freunde.

 

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