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26. August 2013

Nikko

日光 Nikkō (Sonne + Glanz)

An einem unscheinbaren Gebäude - der Stall der heiligen Pferde - befindet sich als Fassadenschnitzerei das Wahrzeichen Nikkōs, die drei Affen 三猿, die nichts (Böses) sehen, hören und sagen.
(Foto: Wikimedia)

„Die meisten Besucher von Tochigi [栃木] werden allerdings auf direktem Wege nach Nikkō fahren, zum berühmten Toshogu-Schrein [東照宮 Tōshō-gū], dem Mausoleum des ersten Tokugawa-Shōgun Ieyasu [徳川家康 Tokugawa Ieyasu]. Der Bau wurde 1636 fertiggestellt und das, wie man auf den ersten Blick erkennt, mit geradezu verschwenderischem Aufwand – ‚verschwenderisch’ auch insofern, als die grellbunten, vergoldeten oder lackierten Bauten all jenen Ästheten ein Dorn im Auge sein müssen, denen Feingefühl und Understatement so sehr am Herzen liegen. ...

Eingangstor
(Foto: Wikimedia)

Ieyasu selbst hatte genaueste Anweisungen für die Gestaltung des Mausoleums hinterlassen, und so wurde der Bau zu einem der spektakulärsten Testamente eines Größenwahnsinnigen. Mit den schreienden Farben und der Überfülle exotischer Details wirkt der Komplex schon rein äußerlich chinesischer als jeder andere Schrein oder Tempel in Japan, ja selbst als jene frühen Tempel, bei denen man ganz unverhohlen technische und stilistische Anleihen beim Reich der Mitte gemacht hatte. Darin steckt auch eine gehörige Portion Ironie, denn schließlich zeichnete sich gerade das von leyasu begründete Regime durch extremen Ausländerhass aus.

In Japan-Reiseführern und Broschüren für ausländische Touristen fehlt selten der berühmte Satz: Nikkō o mizushite ‚kekko’ to iunakare [日光を見ずして結構と言うなかれ], das ausnahmslos übersetzt wird als: ‚Sag nie ‚großartig’, bevor du Nikko gesehen hast.’ Es könnte aber genausogut heißen: ‚Schau dir Nikkō an und sag: jetzt reicht's!’
(Alan Booth: Japan. Reiseführer Horizonte. 1991. ISBN 978-3760754000)

日光を見ぬうちは結構というな。
Nikkō o minu uchi wa kekkō to iu na.
Sage nicht, dass sei herrlich, bevor du Nikkō gesehen hast!

Nikkō liegt etwa 140 Kilometer nördlich von Tokyo in den Bergen der Präfektur Tochigi (栃木). Es ist ein beliebtes Ausflugsziel, da sich hier viele historische Gebäude und Denkmäler befinden, wie beispielsweise das Mausoleum des ersten Shōgun Tokugawa Ieyasu. Der Shōgun wollte hier als Gott bestattet sein, was normalerweise nur dem Kaiser zustand. 

徳川氏
Tokugawa-shi
Heilige Brücke Shinkyō
Die Tokugawa sind eine  Shōgun-Dynastie, die das Tokugawa-Shogunat (auch Edo-Zeit) von 1603 bis 1868 beherrschten. Das Wappen (Mon) der Tokugawa zeigt drei Haselwurz-Blätter in einem Kreis.(Foto: Wikimedia) Die rot-schwarze Shinkyō-Brücke war dem Shōgun vorbehalten. Die Rekonstruktion aus dem Jahr 1907 ist meist für Fußgänger gesperrt, daher dient die Brücke heute in erster Linie als Fotomotiv.
(Foto: Wikimedia)
Heiliger Pferdestall mit Reliefen vom Lebenszyklus von Affen, darunter die berühmten drei Affen. Affen wurden als Stallwächter gehalten, weil ihr Geschrei wirkungsvoll auf Pferdediebe hinwies.
(Foto: Wikimedia)
Nicht so berühmt wie die drei Affen sind die geschnitzten Elefanten sowie ein Löwe an einem Speicherhaus. Der Künstler gestaltete im 17. Jahrhundert diese damals in Japan unbekannten Tiere nach Beschreibungen.
(Foto: Wikimedia)
中禅寺湖
Chūzenji-ko
華厳滝
Kegon-no-taki
Der Chūzenji-See liegt 1.269 Meter über dem Meer und ist damit einer der höchsten Seen Japans.
Er entstand vor 20.000 Jahren, als der Vulkan Nantai (男体山) ausbrach und den Fluss Daiya (大谷川) blockierte.
(Foto: Wikimedia)
Der Kegon-Wasserfall bei Nikkō ist der Abfluss des Chūzenji-Sees und stürzt 97 Meter ins Tal. Die Fälle bildeten sich, als der Fluss Daiya durch Lavaströme des Vulkans Nantai aufgestaut wurde.
(Foto: Wikimedia)
 

 

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