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07. Dezember 2012

Neokonfuzianismus

宋學 Sòngxué (Song-Lehre): nach der Song-Dynastie (宋朝, Sòngcháo) von 960 bis 1279
理學 lǐxué (Lehre vom Prinzip)
心理學 xīnlǐxué (Lehre vom Prinzip und vom Herzen)

 

„Der Ausdruck ‚Neokonfuzianismus’, den man in der westlichen Sinologie für das äußerst komplexe Gedankengebäude gefunden hat, das sich seit dem 10. Jahrhundert in China an die Stelle des Buddhismus setzte, hat interessanterweise im Chinesischen keine Entsprechung.
 
Die chinesische Terminologie verwendet stattdessen Worte, die entweder einfach nur die Periode bezeichnen (‚Song-Lehre’, [宋學] Sòngxué) oder ganz allgemein formuliert sind (‚Lehre vom Weg’, [道學] Dàoxué), oder aber durch Hervorhebung eines Begriffs eine bestimmte Richtung innerhalb des Neokonfuzianismus benennen, etwa „Lehre vom Prinzip", [理學] Lǐxué, ‚Lehre vom Sinn (Herz, Bewußtsein)’, [心學] Xīnxué, oder ‚Lehre vom Wesen und Prinzip’, [心理學] Xīnlǐxué.
 
Die letztgenannten sind insofern beachtenswert, als sie verdeutlichen, daß alte Begriffe, die in der vor-buddhistischen Zeit aber nur eine sekundäre Rolle gespielt hatten, im Neokonfuzianismus in den Vordergrund drängten. Für die Darstellung in einer westlichen Sprache ist jedoch der Sammelausdruck ‚Neokonfuzianismus’, solange man sich nur seiner Einschränkungen bewußt bleibt, recht angenehm und gut verwendbar.“
(Wolfgang Bauer: Geschichte der chinesischen Philosophie. ISBN 3-406-47157-9)
Wáng Shǒurén
王守仁
 
„Hauptvertreter dieser Richtung wurde später der auch als General berühmte Wáng Shǒurén [王守仁] oder Wáng Yángmíng ([王陽明] 1472 - 1529). Anfangs war dieser ein überzeugter Anhänger der Lehre des Zhū Xī [朱熹] und begann damit, jedes einzelne Ding, so zum Beispiel einen Bambus, auf das ihm innewohnende Prinzip hin zu untersuchen, erlangte jedoch dabei keine Resultate. Eines Tages aber kam mitten in der Nacht eine Erleuchtung über ihn, und er erkannte, daß alle Weisheit der Heiligen, d. h. alles Wissen überhaupt, im eigenen Geist und der eigenen Natur beschlossen und daß alles Suchen außerhalb dieses vergeblich sei.“
(Werner Eichhorn: Kulturgeschichte Chinas. Eine Einführung. Stuttgart: 1964)
 
Der Neokonfuzianismus ist eine Lehre, deren Ursprünge im Konfuzianismus (儒教 Rújiào) liegen, die jedoch auch starke Einflüsse aus Buddhismus (佛教 Fójiào) und Daoismus (道教 Dàojiào) aufweist. Der Grund, warum er dem Konfuzianismus zugeordnet wird, liegt darin, dass sich die Vertreter dieser Richtung auf klassische konfuzianische Schriften bezogen.
 
Die neokonfuzianische Neuorientierung in der familiären Rollenverteilung wirkt bis heute nach: Die Werte Loyalität, Kindespietät, Keuschheit und pflichtbewusstes Handeln sind noch heute jedem Chinesen als Verhaltensnorm vertraut.
 

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