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07. Dezember 2012

Natsume Soseki

夏目漱石 Natsume Soseki
1867 – 1916

(Foto: Wikimedia)

Itō Hirobumi (伊藤 博文, 1841 - 1909) war bis 1985 in ganz Japan jederzeit präsent, denn sein Konterfei schmückte die 1000-Yen-Note, den meistgenutzten Geldschein. Dagegen hatte Korea immer protestiert, denn Ito war einer der stärksten Befürworter der Annexion Koreas gewesen. Er wurde durch den unverfänglichen Schriftsteller Natsume Soseki ersetzt, der als Vater der modernen japanischen Literatur gilt.
 

natsume

Natsume Sōseki reiste 1900 im Auftrag der japanischen Regierung nach London, um dort zu studieren. Die Zeit in London war für ihn schrecklich: Die meiste Zeit verbrachte er allein in seiner Wohnung hinter Büchern. Er kehrte 1902 nach Japan zurück und schrieb fünf Jahre später über diese Zeit: „Die zwei Jahre, die ich in London verbrachte, waren die unerfreulichsten meines Lebens. Unter englischen Gentlemen lebte ich im Elend wie ein armer Hund, der sich in ein Wolfsrudel verirrt hat.“

Die Mühen machten sich jedoch bezahlt: Er wurde Professor für englische Literatur an der Kaiserlichen Universität (帝国大学, Teikoku Daigaku) in Tōkyō (東京).
natsume-kater

Natsume Sōsekis Schriftstellerkarriere begann mit der Kurzgeschichte Ich der Kater (吾輩は猫である Wagahai wa neko de aru). Sie gelang so gut, dass er sie in der Literaturzeitschrift Hototogisu (ホトトギス, Gackelkuckuck) veröffentlichte, welche durch seinen Freund Masaoka Shiki (正岡 子規) herausgegeben wurde. Als er seinen Ruf als Schriftsteller damit etabliert hatte, legte er seine Professur nieder und schrieb den ganzen Tag an seinen Novellen. Die Eröffnungssätze des Romans haben noch heute einen hohen Wiedererkennungswert und werden häufig zitiert: 「吾輩は猫である。名前はまだ無い。」 („Gestatten, ich bin ein Kater! Unbenamst bislang.“)

natsume-kokoro Kokoro (こころ) gehört auch heute noch zu den bedeutendsten Arbeiten der japanischen Literatur. Kokoro (心) lässt sich als Herz übersetzen. Zunächst erfährt man, wie der Erzähler als junger Student mit seinem Sensei (先生, Lehrer) vertraut wird. Im zweiten Teil sind die Hauptereignisse Krankheit und Tod des Kaisers Meiji (明治天皇 Meiji-tennō; 1852-1912) und das Lebensende des Vaters. Während der Agonie des Vaters kommt ein umfangreicher Brief des Sensei ins Haus, der den Satz enthält: „Wenn du diesen Brief in Händen hältst, werde ich nicht mehr in dieser Welt sein.“ Der Erzähler reist bestürzt zum verehrten Lehrer und liest unterwegs den Brief, aus dem er zu Hause nur den ominösen Satz aufgeschnappt hatte.
 
 
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