• Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
    Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
  • Schwerpunkt Korea
    Schwerpunkt Korea
  • Schwerpunkt China
    Schwerpunkt China
  • Schwerpunkt Japan
    Schwerpunkt Japan

Institutsleitung
Prof. Dr. Frank Rövekamp

Stellvertr. Leitung / Studienberatung
Christine Liew, M.Litt.
0621-5203-423

Sekretariat
Conny Scheurer
0621-5203-410

_______________________ 

Stellenangebot / Job Offer: 

Lecturer for Modern Korean Business & Society

_______________________

pdf» Information in English (pdf)
pdf» Partner Universities (pdf)

04. September 2013

Mundschutz

マスク masuku (englisch: mask)
口罩 kǒuzhào (Mund + Korb, Bedeckung)

Tourist in Lyon während der Schweinegrippeepidemie
(Foto: Wikimedia)


„Hygienemasken gehören zum Alltagsbild in den japanischen Städten. Während der Grippe- und Heuschnupfensaison erblickt man an jeder Straßenecke Maskenträger. Um sich selbst oder andere vor Viren zu schützen, gehört ihre Anwendung zum guten Ton. Inzwischen tragen jedoch viele Japaner aus ganz anderen Gründen einen Mundschutz in Weiß. ‚Ich nehme meine Maske nur ab, wenn ich esse, bade oder schlafe‘, sagt ein 15-jähriger Schüler der Asahi Shimbun. Die Eltern oder Lehrer hätten nichts dagegen, das er sein Gesicht konstant verberge: ‚Ich kann nur sagen, dass sie mich beruhigt.‘

Dieselbe Zeitung beschreibt dieses Phänomen als den neusten Trend unter japanischen Jugendlichen. Sie tragen den ganzen Tag lang Hygienemaske, obwohl sie weder unter einer Erkältung oder Heuschnupfen zu leiden haben. Die Gründe fürs Tragen eines Mundschutzes sind unterschiedlich. Ein 18-jähriges Model benutzt ihn, um sich während der Schule besser konzentrieren zu können. Ein 14-jähriges Mädchen erklärt der Asahi Shimbun, dass sie damit ihr Aussehen verdecken könne. Die prüfenden Blicken der anderen seien somit Vergangenheit.“
(Asienspiegel vom 21. Februar 2011: Ein Land von Maskenträgern)

Maskenträger und Maskenmuffel in Osaka
(Foto: Wikimedia)


Die Gesichtsmaske ist in Japan und China weit verbreitet. Niemand wirft ihren Trägern komische Blicke zu. Eine Hausfrau erzählt der Zeitung, dass die Schweingrippe ihr die Chance gab, die Maske täglich anzubehalten und sie kein Makeup mehr auftragen musste.

Andere stellten fest, dass sie mit dem Mundschutz besser Ruhe bewahren könne, wenn sie es mit verärgerten Bürgern zu tun haben. Gleichzeitig versteckten sie damit ihre Gefühlswelt vor den Anderen. Denn ohne Gesicht hat man auch keinen Gesichtsverlust zu befürchten.

 

Über uns

Den Kern des Instituts bilden 15 ständige Mitarbeiter. weiterlesen ...

Studium

Das Studium schließt nach acht Semestern mit dem Bachelor of Science ab. weiterlesen ...

Publikationen

Veröffentlichungen und Forschungsbeiträge aus dem Institut  weiterlesen ...

Wort des Tages

Aktuelle chinesische oder japanische Begriffe weiterlesen...

Ostasienlexikon

Schlüsselwörter aus China, Japan, Korea, Mongolei, Hongkong, Macau und Taiwan weiterlesen...

Sprichwörter

„Es gibt da ein chinesisches Sprichwort …“ – Wer kennt sie nicht, diese Einleitung? weiterlesen...