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07. Dezember 2012

Mori Ogai

森鷗外 Mori Ōgai (Familienname Mori + Möwe + draußen; Schriftstellername - 鷗 kann auch ein Homophon für 歐 Ō = Europa sein.)
森林太郎 Mori Rintarō (Geburtsname)
1862 - 1922

„Vielleicht ist es das kleinste Museum der Welt, bestehend aus nur einem Zimmer, eingerichtet im Stile des ausgehenden 19. Jahrhunderts, mit Bett, Schrank, Schreibsekretär, Waschtisch ... Dort lebte der junge Ōgai, damals noch unter seinem Geburtsnamen Mori Rintarō bei der Witwe Stern (Ōgai ist das Pseudonym, das er sich später zulegte).

Er kam aus dem fernen, geheimnisumwitterten Japan. Nachrichten von dort trafen nur spärlich in Europa ein. Aber gerade in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts [1880] wurde Berlin zu einem Zentrum für den Wissensdurst japanischer Studenten. Rund 100 waren in der Alma mater eingetragen. Voraussetzung für einen erfolgreichen Aufenthalt war die Kenntnis der deutschen Sprache. Die beherrschte
Ōgai schon vor seinem ersten Tag in Berlin; auch das mag ein Grund dafür gewesen sein, daß er sich so fleißig durch die europäische Literatur hindurcharbeiten konnte - neben seinen medizinischen Studien, versteht sich. Mit 450 Büchern im Gepäck soll er die Heimreise angetreten haben. Ein schöpferisches Leben, ausgefüllt mit beruflicher Anstrengung und demzufolge - in seinem Fall - höchster Ehre, sowie beachtliche Erfolge im literarischen Leben sind ihm nachzusagen.“
(http://www2.hu-berlin.de/japanologie/dokumente/presse/sonntag890730.html)

moriogai
Mori Ōgai und Ogai-Gedenkstätte in Berlin
(Bilder: Wikimedia)

Mori Ōgai gilt als Mitbegründer der modernen japanischen Literatur, als Goethe Japans (日本のゲーテ) nicht nur, weil er als Erster Goethes Faust (ファウスト) ins Japanische übersetzt hat. 1884, nach abgeschlossenem Medizinstudium, wurde Mori von der Regierung nach Deutschland geschickt. Der Militärarzt kam nach Berlin, um bei Robert Koch weiter zu lernen und blieb vier Jahre.

Ōgai war der erste Ich-Erzähler der japanischen Literatur und machte durch seine Übersetzungen die deutschen Klassiker in Japan bekannt.
 
舞姫
Gan Maihime
Die Wildgans Die Tanzprinzessin
Das erniedrigende Leben der jungen Nebenfrau Otama wird aufgehellt durch die Zuneigung zu einem regelmäßig am Haus vorbeikommenden Studenten, Okada, mit dem sie allerdings noch nie ein Wort gesprochen hat.
In dieser Novelle verarbeitet Ōgai persönliche Erfahrungen. Er hatte sich in eine Deutsche verliebt, Als die Frau ihm 1888 nach Japan folgte, musste er sie jedoch — auf Druck seiner Familie — zurückschicken.
独逸日記 ヰタ・セクスアリス
Doitsu nikki Wita sekusuarisu
Deutschlandtagebuch Vita sexualis
Mori Ōgai studierte Hygiene und Heeressanitätswesen in Leipzig, Dresden, München und Berlin unter anderem bei Robert Koch. Daneben beschäftigte er sich intensiv mit europäischer Literatur, Musik, Kunst, Religion und Philosophie. Sein Tagebuch vermittelt einen lebendigen Eindruck dieser Zeit. Mori Ōgai stellt die Stufen seiner Sexualität dar: von anzüglichen Bemerkungen der Erwachsenen über Gespräche mit Mitschülern bis zum ersten Bordellbesuch. Trotz der unerotischen Schreibweise wurde das Buch verboten und er ins Innenministerium zitiert.
 
 
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