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07. Dezember 2012

Mongolisches Pferd

Морь moriy (Pferd)

„Am Morgen trafen die Pferde ein wie ein einfallendes Heer. Sie stürmten mit flatternden langen Schweifen und zerzausten Mähnen von den Hügeln herab. Das Verwandtschaftsverhältnis zwischen mongolischen Pferden und den Przewalski-Wildpferden in dieser Region wäre noch endgültig zu klären, aber immerhin scheinen sie denselben Bewährungshelfer zu haben. Sie sehen aus wie die Rabauken im Reich der Pferde – stämmige, kleinwüchsige Tiere, etwas über vierzehn Handbreit hoch, die die meiste Zeit ihres Lebens in halbwilden Herden verbringen. Gelegentlich werden sie eingefangen, um für kurze Zeit als Reitpferde zu dienen; dann entlässt man sie wieder in die Hügel zu den anderen. Was ihnen an Größe fehlt, gleichen sie durch ihren Charakter aus; sie sind zäh, eigenwillig und unempfänglich für Gefühle. Sie hatten die Horden von Dschingis Khan vor die Tore Wiens getragen und dank ihrer Schnelligkeit und bemerkenswerten Ausdauer den Mongolen den Sieg über alle Feinde ermöglicht. Jetzt liefen sie schnaubend und scharrend am Hang unterhalb des ger [гэр, Jurte] herum, ein wüster Haufen, ungebärdig und erregt.“
(Stanley Stewart: Auf den Spuren von Dschingis Khan. Zu Pferd durch die Mongolei. 2003. ISBN 3-89405-619-3)
 
 
Die mongolischen Pferde leben das ganze Jahr über im Freien (bei 30°C im Sommer bis -40°C im Winter), suchen sich ihr Futter selbst und liefern Milch für das Nationalgetränk Airag (айраг).

Mongolische Pferde streifen die die meiste Zeit selbständig in den Hügeln herum und sind so an ein bestimmtes Gebiet gewöhnt. Je weiter sie sich von ihrer heimischen Umgebung entfernen müssen, desto unruhiger werden sie. Man erzählt von mongolischen Pferden, die man nach Vietnam gebracht hatte und die allein zu ihren Weiden in der Mongolei zurückgetrabt waren.
 

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