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07. Dezember 2012

Mongolei

Монгол Улс Mongol Uls (mongolischer Staat)
1.564.116 km²
3,04 Millionen Einwohner
1,9 Einwohner pro km²
Hauptstadt: Ulan Bator (Улаанбаатар, Ulaanbaatar = roter Held)

mongoleiflagge mongolei-wappen
Flagge Wappen

„Weites unbegrenztes Land, Nomaden mit ihren Jurten, Kamele, Wildpferde, grüne Steppe, heiße Gobi — Bilder die in unseren Köpfen die Mongolei ausmachen und beschreiben. Spricht man in Europa über die Mongolei, so entsteht in uns oftmals die Sehnsucht nach unendlichen Weiten, nach Freiheft, nach einem Leben draußen in und mit der Natur.

Bücher betiteln die Mongolei als das ‚Land ohne Zäune’, suggerieren genau das, wonach Zivilisationsgestresste suchen. Die Mongolei hat neben all diesen Synonymen wesentlich mehr zu bieten.

Schon bei der Anreise aus Europa per Flugzeug oder transmongolischer Eisenbahn schaut man gespannt auf das, was kommen mag. Das Land dehnt sich von der Wüste Gobi im Süden bis fast hinan an den großen Baikalsee im Norden. Im Sommer gibt sich das Land, entgegen allen Vorstellungen von der Wüste Gobi, sehr grün. Trotz der Probleme der wachsenden Wüsten und der teils argen Wasserknappheit sind die schier endlosen und unterbesiedelten Steppen wie grüne Teppiche, die weite Teile der Mongolei bedecken. In den langen Wintermonaten fröstelt es einem schon allein beim Anblick der riesigen eisigen Schneefläche.

Die Mongolei, ein Land der Extreme. Minustemperaturen, die jenseits europäischer Vorstellungsmuster liegen, führen, außer in der Gobi, zu Jahresdurchschnittswerten unter den Gefrierpunkt. Hört man diese Statistiken, wundert man sich, dass im Sommer hingegen die Thermometerskala genau in die andere Richtung voll ausgeschöpft wird.“
(Olaf Schubert: Mongolei. Kahl Verlag, 2005. ISBN: 978-3938916001)

„Die Mongolei ist fast viereinhalbmal so groß wie Deutschland. Ein Land grenzenloser Dimensionen, in dem alle Subjekte und Objekte, zum Beispiel Tiere und Jurten, nicht mehr als winzige Punkte am Horizont sind. Und jeder Gegenstand, erst recht jeder Auftritt des Menschen, in dieser scheinbar herrenlosen Leere zu einer winzigen, aber unübersehbaren Sensation wird.

Wer hier als Reisender unterwegs ist, für den wird auch das kleinste Ereignis, das Aufwirbeln des Sandes, das Rollen eines Steins oder das Schwanken des Grases im Wind, zu einer geradezu biblischen Angelegenheit.

Darüber hinaus gilt die Mongolei, auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts, weitgehend als unbekanntes Land, als „Terra incognita“, wo der Reisende einen weltentlegenen Raum mit archaischen Szenerien und fantastischen Landschaftskompositionen erlebt, in dem die Natur eine Vielgestalt an Formen und Farben präsentiert. Hier hat die Stille ebenso ihr Zuhause wie die brausenden Stürme, die zuweilen die erdgeschichtliche Vergangenheit freilegen, deren Millionen Jahre alten Zeugnissen man vielerorts begegnet.“
(Achill Moser: Mongolei: Im Land des Dschingis Khan. München: C. J. Bucher Verlag, 2005. ISBN 3-7658-1488-1)
 
In älteren Atlanten findet sich noch der Name Äußere Mongolei, den die Mongolen nicht gerne hören.
mongolei-aussen mongolei-innen
外蒙古
Wai Měnggǔ
内蒙古
Nèi Měnggǔ
Äußere Mongolei Innere Mongolei
Mongolen nennen die beiden Regionen Vordere (= Südliche, statt Innere) und Hintere (= Nördliche, statt Äußere) Mongolei. Die Bezeichnung als „innere“ Mongolei spiegelt die Sicht der Chinesen wieder und ist vom mandschurischen dorgi / tulergi abgeleitet.
 
 

Mongolisches
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