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07. Dezember 2012

Medaillenspiegel

奖牌统计 jiǎngpái tǒngjì (Medaille + Statistik)
奥林匹克运动会奖牌统计 Àolínpǐkè yùndònghuì jiǎngpái tǒngjì (olympisch + Sportfest + Medaille + Statistik)

„Während der gesamten Zeitspanne der sieben Jahre zwischen Běijīngs [北京 ] erfolgreicher Bewerbung um die Austragung der Olympischen Spiele [奥 运会 Àoyùnhuì] und ihrer Eröffnung drehte sich die nationalistische Propaganda der Regierung unentwegt um den Traum von den ‚Jahrhundertspielen’. Kurz vor dem Start der Spiele in Běijīng setzte die nationalistische Propaganda zum Endspurt an, und die nationalen Medien überschlugen sich mit Werbung für Olympia. Als es dann so weit war, schürte die nationalistische Offensive zuerst in einem fort Illusionen rund um die großartige, bombastische Eröffnungszeremonie, und anschließend kreiste sie ausschließlich um den Medaillenspiegel.

Mit der ersten Goldmedaille für China nach der Eröffnung des Wettbewerbs setzte das Beschwören ‚Zählung von Goldmedaillen’ durch das zentrale Staatsfernsehen CCTV [央视  Yāngshì] und sämtliche lokale Fernsehsender ein. Während der gesamten Dauer der Spiele standen der Medaillenspiegel und das Gold für China immer an erster Stelle der Nachrichten, auf jeder Frequenz wurde unterunterbrochen der aktuelle Stand der Medaillengewinne gesendet. …

Nach dem Abschluss der Olympischen Spiele gab es für sämtliche Propagandasender und Programme nur ein Thema: China auf Platz eins des Medaillenspiegels. Kein chinesischer Haushalt, inklusive derjenigen Hongkongs
[香港 Xiānggǎng] und Macaos [澳門 Àomén], konnte sich der Infiltration durch diese Propaganda entziehen. Die staatlichen Nachrichtensender und die Sportkanäle der lokalen Stationen wollten nicht aufhören, allerorten immer wieder Goldmedaillen zu zählen, einen Rückblick auf den Verlauf eines Medaillensiegs nach dem anderen zu bringen, jeden der Sieger aufs Neue zu preisen, und ein um das andere Mal den Aufstieg Chinas zu einem Goldmedaillengiganten zu bejubeln. … Die schon pathologische Züge annehmende Obsession der Staatsmacht und der Patrioten mit den Goldmedaillen erinnert an das perverse Vergnügen, das die neuen Reichen Chinas am Geld finden. Mit Hingabe zählen sie die Münzen in ihren Taschen, der Klang klimpernden Geldes ist für sie der schönste auf der ganzen Welt, und die prachtvollste Farbe der Welt ist die des Goldes.“
(Liu Xiaobo: Ich habe keine Feinde, ich kenne keinen Hass. Ausgewählte Schriften und Gedichte. 2011. ISBN 978-3-10-092591-6)

Zum ersten Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele ging die Volksrepublik China 2008 als erfolgreichste Nation aus den Wettkämpfen hervor. Schon vor den Spielen gab es negative Schlagzeilen um die Methoden, die China anwandte, um sich Medaillen zu sichern, dabei handelt es sich nicht nur um Doping.

 

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