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06. Dezember 2012

Manjiro (John Manjiro)

中濱万次郎 Nakahama Manjirō (Familienname Nakahama + 10.000 + Bursche)
ジョン万次郎 John Manjirō

manjiro

ジョン万次郎
John Manjirō
(Foto: Wikimedia)

In das Logbuch des US-amerikanischen Walfangschiffes John Howland findet sich am 27. Juni 1841 folgende Eintragung:
 
„Heute leichte Winde aus Südost. Insel in Sicht. Schickte zwei Boote, um Schildkröten zu suchen. Fanden fünf arme, halbverhungerte Leute auf der Insel. Nahmen sie mit. Konnte nichts verstehen, nur daß sie hungrig wären.“
 
 
Während einige der Schiffbrüchigen in Honolulu bleiben, nimmt der Kapitän den Jungen Nakahma Manjirō mit nach Amerika, wo er ihn auf eine Schule schickt. Als dieser genug zusammengespart hat, heuert er auf einem Schiff nach Honolulu an, um seine Kameraden zu suchen. Nach zehn Jahren bereiteten sie sich für die Heimfahrt vor, obwohl in ihr Land zurückkehrende Japaner noch immer die Todesstrafe erwartete.

Manjirō und seine Begleiter landen auf einer der Ryukyu-Inseln (琉球諸島 Ryūkyū-shotō), wo man sie gefangennimmt, ständig verhört, aber gut behandelt. Schließlich werden sie dem Fürsten von Satsuma (薩摩国 Satsuma-no Kuni) vorgeführt, der sie ausführlich über Amerika befragt. Nach 48 Tagen Verhör geht ein Report an die Regierung:

„Drei seltsam aussehende Männer wurden in einem Boot an Land getrieben. Unsere Beamten fanden heraus, daß sie Fischer aus Tosa seien, die von einem großen Sturm auf eine einsame Insel in der Richtung des Drachens verschlagen wurden, von wo ein Schiff der Barbaren sie mitnahm. Manjiro ging mit nach Amerika und kehrte nach mehreren Jahren nach Honolulu zurück. Sie baten, per Schiff nach Japan gebracht zu werden, dies wurde ihnen verweigert, da der Zutritt nach Japan verboten ist. Daraufhin baten sie, daß man sie in einem kleinen Boot in Sicht Japans ins Wasser lassen möge, und sie landeten, nachdem das Schiff abgesegelt war. [...]
 
Wenn sie von dem Schiff an Land gebracht worden wären, hätten wir ihre Landung verhindern können. Aber wir konnten nichts tun, da sie in einem kleinen Boot kamen, ohne Barbaren. Sie wurden wieder und wieder befragt, und es ist bewiesen, daß sie unschuldig sind, was die Kiristan-Religion und andere Verbrechen anbetrifft. Darum wurde beschlossen, sie an den Gouverneur in Nagasaki auszuliefern.“
 
In Nagasaki, wohin jeder Schiffbrüchige gebracht wird, werden sie noch zehn Monate lang verhört. Dann schickt schließlich der Gouverneur einen Bericht nach Edo (Tokyo), in dem er ihre Wiederaufnahme ins japanische Reich erlaubt:

„Hiermit bestätige ich, daß Denzo, Goemon und Manjiro […] nicht zum Christenglauben übergetreten sind. Sie dürfen in ihre Heimatprovinz zurückkehren.“
 
Manjiro wird in seinem Heimatdorf gefeiert. Nach drei Tagen befiehlt ihn der Fürst von Tosa (土佐国 Tosa no kuni ) zu sich und verpflichtet ihn als Lehrer für Englisch.
 
 

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