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Wir begrüßen unsere neue Dozentin für Koreastudien, Frau Shiny Park.

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06. Dezember 2012

Manga

漫画 manga (zwangloses Bild)
 
 
Manga-Girl mit den charakteristischen Kulleraugen
(Bild: Wikimedia)
 
Lost in Translation, oder: Warum die Japaner Manga und Anime lieben

„Liebe Komplizinnen! Sie haben noch nie etwas von Manga gehört? Dann denken Sie einfach mal an Comicfiguren großem Kopf und riesigen Kulleraugen, ganz im Kindchenschema. Manga sind nämlich japanische Comics. Wörtlich übersetzt allerdings steht ‚Manga’ für ein zwangloses, ungezügeltes Bild. Die Comics werden, so wie in Japan üblich von rechts nach links und von oben nach unten gelesen. Ob Romantik oder Drama, Horror oder Fantasy - für jeden Geschmack ist etwas dabei. Und auch wenn Sie vielleicht denken, dieser Trend sei ganz plötzlich aufgekommen: Tatsächlich gibt es die Manga in Japan schon seit Urzeiten. Der älteste Comic dieser Art wurde schon zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert entdeckt. So wie wir sie heute kennen, gibt es Manga allerdings erst seit dem 20. Jahrhundert. …

Aber was macht die Faszination Manga eigentlich aus? Was steckt hinter den Comicgeschichten rund um Schulmädchen und kindliche Helden? Es sind schlicht und ergreifend simple Bedürfnisse, die in den Comics angesprochen werden und mit denen sich die Leser leicht identifizieren können: Freundschaft, Liebe oder Selbstverwirklichung. Auch der Plot ist schnell erzählt: Stets verteidigt der Held das Gute, sollte er dennoch versehentlich ins Jenseits befördert werden, ist die Auferstehung sicher nicht weit. ...

Im Internet gibt es Foren, in denen die Mangazeichner ihre Fanarts hochladen und von anderen Künstlern bewerten lassen. Nicht zu vergessen die großangelegten Treffen, sogenannte Conventions, auf denen sich Mangafans zusammenfinden, um die Comic- und Filmhelden aus dem Land der aufgehenden Sonne nachzuahmen. Schrill und bunt geht es dabei zu, leben die Fans ihre Fantasien doch in teilweise bizarren Kostümen aus, mit denen sie bei Cosplay-Wettbewerben gegeneinander antreten. Gewinner ist, wer den Titelhelden in Kleidung und Verhalten möglichst genau nachahmt.“
(Dana Philips: Aber bitte mit Sake! Auf Kreuzfahrt mit 1000 Japanern. Köln: Bastei Lübbe, 2012. ISBN: 978-3-404-60734-1)
 

Manga-Laden Mandarake (まんだらけ) in Fukuoka
(Foto: Wikimedia)
 
‚Irasshaimase!’ [いらっしゃいませ], begrüßt ein Mädchen mit rosa Perücke und plüschigen rosa Kätzchenohren Kenji freundlich mit einer leichten Verbeugung, als er das ‚Mandarake’ betritt. Er wundert sich nicht über ihre Aufmachung, denn hier, in einem der wichtigsten Secondhandläden für Manga-Hefte, sind die Verkäufer als Comicfiguren verkleidet.
 
Manga gibt es in allen Formen und Größen. Von telefonbuchdicken Magazinen bis zu hochwertig gedruckten Taschenbüchern - die wöchentlich erscheinenden Hefte werden in Millionenauflage verkauft. Oder gleich auf das Handy heruntergeladen - das spart eine Menge Papier. Es gibt spezielle Manga für die verschiedensten Zielgruppen - von speziellen Serien für Kleinkinder bis hin zu den Silver Manga für im Dienst der Firma ergraute Pensionäre, die das ‚zweite Leben’ nach Beendigung der Arbeit thematisieren.“
(Hans Sautter, Kerstin Fels und Andreas Fels: Japan. München: Bruckmann, 2007. ISBN: 978-3-76544471-5)


Charakteristisch für Mangas sind die großen Augen.
(Quelle: Wikimedia)

 „Viele von uns waren Manga-Fans, noch ehe sie überhaupt etwas von dieser japanischen Comic-Kunst wussten. Die stark stilisierten Zeichentrickfiguren mit den großen, ausdrucksvollen Augen und Mündern, die uns in der Form von „Heidi“, „Sindbad“, „Captain Future“ und „Kimba, der weiße Löwe“ über lange Jahre hinweg begegneten, unterschieden sich vom Stil her stark von den Disney-Figuren, den Superheldencomics, den Francobelgiern und anderen Comiczeichnungen.“
(http://www.manga-geschichte.de/)
 

Viele moderne Manga sind eher bild- als textlastig. Sie sind vor allem in schwarz-weiß gehalten und werden entsprechend der traditionellen japanischen Leserichtung von „hinten“ nach „vorne“ und von rechts nach links gelesen.

Es gibt Mangas für jede Alters- und Interessengruppe. Kann man in einen Disney-Film bedenkenlos mit der ganzen Familie gehen und bleiben Superman und seine Gefährten zumeist wunderbar geschlechtslos, so findet sich in entsprechenden Mangas Erotik und harter Sex.
 
Die Behauptung, dass in Japan mehr Papier für Manga verwendet wird als für die Herstellung von Toilettenpapier, beruht auf einem Zitat aus dem 1983 erschienenen Buch „Manga! Manga! The World of Japanese Comics“ von Frederik L. Schodt. Dort steht:
 
„Wie einige kühne Reporter aufgedeckt haben, verbraucht Japan mittlerweile mehr Papier für seine Comics als für sein Toilettenpapier.“

Obwohl Schodt damit nur eine satirische Bemerkung in einem japanischen Zeitungsartikel kommentiert hatte, wurde die Bemerkung als Tatsache angenommen.
 
Manga 漫画, Anime アニメ und kawaii かわいい

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