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06. Dezember 2012

Mandarin

官話 bzw. 官话 guānhuà (Beamter + Sprache)
 

Der 22-jährige Australier Ben McMahon lag nach einem Autounfall eine Woche lang im Koma. Als er aufwachte, sagte er zur Krankenschwester auf Mandarin-Chinesisch: „Entschuldigen Sie, ich habe etwas Schmerzen.“ Dann verlangte er Stift und Papier und schrieb auf Chinesisch einen Gruß an seine Eltern.Zwar hat McMahon in der Schule Chinesisch gelernt. So fließend wie nach dem Unfall konnte er die Sprache aber nicht sprechen. Seine neue Fähigkeiten hatten allerdings einen unerwünschten Nebeneffekt: er konnte auf einmal kein Englisch, nicht mehr sprechen: „Im ersten Moment habe ich gar nicht darüber nachgedacht, dass ich Mandarin spreche.“

Es dauerte ganze drei Tage, bis sich McMahon wieder an seine Muttersprache erinnern konnte. Hirnforscher vermuten, dass jener Teil des Gehirns, der für die englische Sprache verantwortlich ist, beschädigt wurde. Deshalb habe jene Hirnregion diese Funktion übernommen, in der das Chinesische abgespeichert war. Seit dem Unfall im Jahr 2012 spricht McMahon fließend Mandarin-Chinesisch und studiert Wirtschaft an einer Shanghaier Universität.

Australier spricht nach Koma Chinesisch

 
dialekt-mandarin
Mandarin ist die geläufige Bezeichnung für Hochchinesisch, der offiziellen gesprochenen Sprache in der Volksrepublik China und Taiwan.
 
Der Name Mandarin ist die Übersetzung des chinesischen Wortes Guānhua, das wörtlich als ‚Sprache der Mandarins’ (der kaiserlichen Beamten) zu übersetzen ist. Synonym wird auch Nordchinesisch (北方话 běifānghuà) oder Peking-Dialekt (北京话 Běijīnghuà) verwendet.
 
„Die Mandarin-Sprache von Peking kennt vier Tonlagen, aber jeder Konsonant ist entweder stimmhaft oder stimmlos. Das P zum Beispiel wird entweder stimmhaft - also scharf, mit Atem, ausgesprochen - oder stimmlos, weich, ohne Atem. Das scharfe B entspricht etwa - aber nicht genau - dem weichen P. Das Ohr der Chinesen ist äußerst empfindlich für diese Unterschiede, Professor Kung hatte nicht wenig Mühe, meine chinesische Aussprache soweit zu korrigieren, daß ich nicht mehr in den ordinären Ton verfiel, den ich von Bediensteten, Händlern, Bauern und ihren Kindern, oder von Arbeitern aufgeschnappt hatte, Ich war sehr abenteuerlustig und trieb mich überall herum. Aber mein Lehrer Kung war sehr anspruchsvoll. Es war noch ein Glück, daß wir in einer Provinz Jiāngsū [江苏], lebten, in der im allgemeinen Mandarin gesprochen wird.

Herr Kung sprach natürlich ein makelloses Peking-Mandarin - wie die aristokratischen Literaten. Er verbesserte unermüdlich meine gewöhnlichen Redensarten und trieb mir jene scharfe, angehobene Tonlage, die fünfte, aus, die sich auch in unserer Provinz eingeschlichen hatte, weil sie an jener wichtigen Kreuzung der Handelswege lag, die vom Jangtse in West-Ost-Richtung und vom Großen Kanal in Nord-Süd-Richtung führen.
 
Das Peking-Mandarin kennt nur vier Tonlagen. Seine Silben fließen in einem majestätischen Rhythmus, der dem höfischen Leben angemessen ist, während sich das Kantonesische mit seinen neun Tonlagen und zischenden Konsonanten mehr für den Handel eignet.“
(Pearl S. Buck: China. Gestern und heute. 1976. ISBN 3 499 11930 7)
 
 

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