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06. Dezember 2012

Mama-san

ママさん mama-san (Mama + Anredepartikel -san)
 
 
„Jeden Abend suchen Tausende von japanischen Geschäftsleuten in winzigen Bars, die zuweilen ‚Wie bei Muttern‘ oder einfach ‚Mutter‘ heißen, Zuflucht vor dem Wirtschaftswunder Dort ziehen sie sich mit Hilfe von Whisky und Wasser in die frühe Kindheit zurück und suchen die stets aufmerksamen Ohren von Damen, die sie ‚Mama-san‘ nennen und die mit der geübten Geduld von Psychiatern ihren Problemen lauschen: daß ihre Ehefrau ständig nörgelt, der Abteilungsleiter in der Firma nichts taugt und niemand ihre harte Arbeit zu schätzen weiß.
 
Nach ein paar freundlichen Ratschlägen und vielen tröstenden Ermunterungen der Mama-san taumeln die Wirtschaftskrieger Japans nach Hause, wobei sie einander stützen, sich gegenseitig auf den Rücken springen und vor purer Freude kreischen, weil sie wieder acht Jahre alt sind.

Zu Hause wartet kachan
[母ちゃん] – wörtlich ‚Mami‘, aber häufig auch für die Ehefrau benutzt - auf ihren Gatten. Sobald er hereingestolpert ist, zieht sie ihm Schuhe und Socken aus, gibt ihm, wenn nötig, etwas zu essen, hört sich ein paar trunkene Beschimpfungen an und bringt ihn ins Bett.“
(Ian Buruma: Japan hinter dem Lächeln. Götter, Gangster, Geishas. 1985. ISBN 354834464X)
 mama-san
Die Mama-san ist eine mütterliche Barfrau, die unermüdlich zuhören kann und nach der Arbeit überall in Japan für ihre Gäste als Seelentrösterinnen fungieren. Sie muss deshalb eine Menge von Männern und ihren Problemchen – sei es der Chef oder das Golf-Handicap – verstehen. Außerdem serviert die Mama-san oft kleine Happen. Meist einmal im Monat kassiert sie dann die Zeche. Sie braucht für ihre Arbeit eine dezente, aber eiserne Hand, ein fröhliches Temperament, kräftige Lungen, Lebensweisheit und eine unzerstörbare Leber.
 

Arbeitsalltag japanischer Angestellter
 Kaisha 会社 - Karaoke カラオケ - Mama-san ママさん - Nomikai 飲み会 - Office lady オーエル - Nemawashi 根回し - Pachinko パチンコ - Salaryman サラリーマン -
 

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