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Wir begrüßen unsere neue Dozentin für Koreastudien, Frau Shiny Park.

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06. Dezember 2012

Lop Nor

罗布泊 Luóbùbó
大耳朵 Da'erduo (groß +  Ohr)

„1.45 Uhr glitten wir auf den See hinaus, dessen Ufer zurücktraten. Wir hielten nach Südsüdost auf eine dunklere Landzunge am Ostufer zu, wurden aber von dem seichten Fahrwasser immer wieder gezwungen, den Kurs zu ändern.

Was für eine märchenhafte Stimmung herrscht hier draußen auf dem friedlichen See, auf dessen Wassern nie zuvor ein Boot dahingeglitten ist! Jetzt bewegt sich kein Lüftchen, die Wasserfläche ist wie ein Spiegel. In einiger Entfernung schwimmen Enten; Möven und andere Seevögel lassen Warnungsschreie ertönen. Im Südosten ist eine Reihe schwarzer Kugeln zu sehen, anscheinend Unebenheiten auf einer pierförmigen Landzunge. Infolge einer Luftspiegelung scheinen sie über dem Horizont zu schweben, eine Erscheinung, die wir von der Gobi her so gut kennen. Genau im Süden und Südwesten ist der Horizont vollständig rein und frei. Dort berühren sich Himmel und Wasser ganz wie auf offenem Meer. Im Südsüdosten sieht es aus, als ob sich eine Reihe Zeppeline auf der Flucht über den Lop-nor befände. Etwas näher, im Südosten, zeichnen sich schwarze Erhebungen ab, die der Form nach Reitern, weidendem Vieh und Kamelen gleichen. Aber ihre einzige Bewegung ist eine von der erwärmten aufsteigenden Luft hervorgerufene zitternde Schwingung.

Je weiter wir nach Süden kommen, desto seichter wird das Wasser. Babeddin und Ali gehen zu Fuß und ziehen die Kanus hinter sich her; die beiden anderen Männer, die mit den Fahrzeugen festgefahren sind, schieben von hinten nach. Schwarze Streifen werden hinter den Booten aufgewirbelt. Die Sonne glüht, es ist blendend hell. Das Wasser leuchtet opalfarben und stahlgrau im Westen, rein marineblau im Süden und Osten.“

(Sven Hedin am 16. Mai 1934. Nach seinen Angaben war der See noch 130 Kilometer lang und bis zu 80 Kilometer breit.)
Seit 1971 sind der Lop Nor und seine Feuchtgebiete vollständig trockengefallen. Seit der Austrocknung erkennt man auf Satellitenbildern eine Helix in Form einer Ohrmuschel mit konzentrischen Kreisen. Es handelt sich dabei um stufenförmige Erhebungen auf der Salzkruste.
 
 
Auf dem chinesischen Kernwaffentestgelände Lop Nor wurden zwischen 1964 und 1996 insgesamt 45 oberirdische und unterirdische Atomtests für Plutoniumbomben und ab 1967 auch für Wasserstoffbomben durchgeführt. Nach den Atomtests berichteten Anhänger der uigurischen Unabhängigkeitsbewegung von mysteriösen Krankheitsfällen.
 
Flüsse, Seen und Meere

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