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Wir begrüßen unsere neue Dozentin für Koreastudien, Frau Shiny Park.

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06. Dezember 2012

Litschi

荔枝 lìzhī (Litschi + Zweig)

酸枝 suānzhī (sauer + Zweig)


„Der halbherzige Versuch, den Kaiser von seiner staatsvernichtenden Schönheit zu trennen, blieben erfolglos. Kaiser Xuánzōng [唐玄宗] war ihr verfallen und alle im Reich stellten sich darauf ein, das Paar bei guter Laune zu halten. Die allgegenwärtigen Vorboten der Katastrophe wurden konsequent ignoriert.
 
Da Yáng Guìfēi [楊貴妃] eine ausgesprochene Vorliebe für Litschis hatte, ließ man sogar die allerbesten Früchte tief aus dem Süden des Reiches per Eilboten in die Hauptstadt liefern. Sie sollen so frisch gewesen sein, dass sie bei ihrer Ankunft noch der Morgentau des Erntetags benetzte. Wahrlich, wer im Volk hätte sich träumen lassen, dass der staubbedeckte atemlose Reiter, welcher der Konkubine ein gnädiges Lächeln entlockte, nur einen Obstkorb im Gepäck hatte?“
(Marc Nürnberger: Sanfte und mächtige Frauen aus China: Kaiserinnen, Künstlerinnen, Konkubinen. 2009. ISBN: 978-3-938045-41-1)
 
Es ist schwer, die Litschi-Früchte frisch zu halten. Einige Tage nach dem Pflücken verlieren sie schon ihre Farbe, Duft und Geschmack lassen nach. So wurde auf Befehl des Kaisers Mínghuáng (唐玄宗 Xuánzōng,  唐明皇 Táng Mínghuáng, 685 - 762) von der südchinesischen Provinz Guǎngdōng (廣東) bis zur Hauptstadt Cháng'ān (長安) in einem Abstand von fünf Kilometern Poststationen angelegt wurden, um so in sieben Tagen und Nächten durch Staffelreiten frische Litschi-Früchte herbeischaffen zu können.
 
Doch nicht nur Konkubinen schätzten diese Frucht. Der als Genießer bekannte Dichter Sū Dōngpō (蘇東坡; 1037 - 1101) schrieb aus seiner Verbannung der auf die Insel Hǎinán (海南): „Wenn ich jeden Tag 300 Litschi-Früchte essen könnte, würde ich es sogar südlich des Nánlǐng-Gebirges aushalten.“
 
Der Litschibaum (Litchi chinensis). Weitere Bezeichnungen lauten Chinesische Haselnuss, Litschipflaume oder Liebesfrucht. Er ist in Südchina beheimatet; er wird dort schon seit etwa 1000 v. u. Z. gezüchtet. Der Litschibaum wird etwa 15 bis 20 Meter hoch und ist sehr frostempfindlich.

Gepflückte Litschis sind nicht sehr haltbar. Deshalb werden sie mit Stengel geerntet. In einem alten Buch heißt es, dass am ersten Tag die Farbe wechselt, am zweiten Tag der Duft nachlässt, am dritten Tag sich der Geschmack ändert und an den folgenden Tagen Farbe, Duft und Geschmack verschwunden sind.
 

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