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06. Dezember 2012

Lin Piao

林彪 Lín Biāo (Kampfname)

林育容 Lín Yùróng (Geburtsname)
1907 – 1971

(Foto: Wikimedia)

Lín Biāo war chinesischer Marschall, der auf dem Langen Marsch (長征  Chángzhēng, 1934-1935) die Vorhut der Roten Armee (紅軍  hóngjūn) befehligte.
 
1954 wurde er stellvertretender Ministerpräsident der Volksrepublik China, 1955 Marschall und Mitglied des Politbüros und 1959 Verteidigungsminister. 1960 gab er die Anweisung, dass die Soldaten Mao-Zitate auswendig lernen mussten. Daraus entwickelte sich die Mao-Bibel (毛主席语录 Máo zhǔxí yǔlù).
 
Verteidigungsminister Lín Biāo war zwar designierter Nachfolger des Vorsitzenden Máo Zédōng (毛泽东). Máo  überließ mehr denn je die Regierungsarbeit seinem Ministerpräsidenten Zhōu Ēnlái (周恩来), was bei Lín Biāo vermutlich die Furcht nährte, daß dieser das Erbe des Vorsitzenden antreten wollte.
 
Als 1970 Máo Zédōng aus dem neuen Verfassungsentwurf die Position des Staatspräsidenten streichen ließ, das von Lín Biāo angestrebte Amt, begann dieser mit den Vorbereitungen eines Staatsstreiches. Máo sollte ermordet und die Tat Rechtsabweichlern angelastet werden. Lins „Projekt 571“ (五七一工程 Wǔqīyī gōngchéng - die Laute für diese Zahlen klingen wie „bewaffneter Aufstand“ 武装起义 wǔzhuāng qǐyì) sah angeblich auch vor, Maos Sommerresidenz zu bombardieren. In der Nähe gibt es eine große Tunnelanlage, deren Bau er in die Wege geleitet hatte.
 
Doch das Vorhaben wurde von Lín Biāos Tochter Lin Liheng verraten; ihrem Vater blieb nur noch die Flucht, wobei er mit seinem Flugzeug über der Mongolei abstürzte.
 
Im Sommer 1973 löste Maos Frau Jiāng Qīng (江青) eine landesweite Bewegung der Kritik an Lín Biāo und Konfuzius aus (批林批孔 pī Lín pī Kǒng). Beide seien sich in ihrer reaktionären Geisteshaltung sehr ähnlich gewesen, die Massen sollten nun lernen, wie man Reaktionäre in der Partei enttarnte und bekämpfte. Damit waren Zhōu Ēnlái, Dèng Xiǎopíng (邓小平) und andere hohe Funktionäre gemeint, die die Demütigungen der Roten Garden überlebt hatten und wieder in Amt und Würden waren.
 
 
 

chinesische Politiker
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