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06. Dezember 2012

Lim Yo-hwan

임요환, 林遙煥 (Im Yo-hwan)
*1980


„Raketengleich ist Lim, 25, in Südkorea zur lebenden Legende aufgestiegen. Unter den 12- bis 30-Jährigen kennt ihn fast jeder. Auf allen Straßen des Landes wird er erkannt. Lims Fanclub im Internet, wenige Jahre alt, begrüßt in Kürze das 600.000. Mitglied. ...

Die Quelle seines Ruhms: Lim Yo Hwan ist Berufs-Computerspieler - einer der besten, der beliebteste und der wohl reichste ‚Pro-Gamer‘, den die Welt bisher hervorgebracht hat. Ballern, zocken und daddeln kann er wie kaum ein anderer. Seine Spezialdisziplin ist ‚Starcraft‘ - ein schon angejahrtes ‚Echtzeit-Strategiespiel‘ aus Kalifornien, das nur gewinnen kann, wer flinke Finger und clevere Taktiken hat. Es gilt, intergalaktische Aliens zu vernichten, und nirgendwo auf Erden spielen Menschen dieses und andere Online-Spiele hingebungsvoller als im nicht selten wunderlichen Hightech-Land Südkorea.

Lim macht sich bereit zum Gang auf die Bühne. Zuvor hat er über eine Stunde beim Friseur gesessen, damit seine Haare schön stachlig werden und er nicht länger aussieht wie der Stubenhocker, der er ist. Lim weiß, was seine Fans verlangen. Heute sind etwa 300 ins Studio gekommen. In den ersten vier Reihen sitzen ausschließlich Mädchen. Sie haben Maskottchen dabei, Lim-Fotos und Lim-Miniaturen und natürlich ihre Foto-Handys. Hinten stehen die Jungs. …

Der Wettkampf beginnt. Auf gewaltigen Bildschirmen kann das Publikum mitverfolgen, was geschieht. Und eigentlich geschieht nicht viel: Milchbärtige Burschen in Uniformen wie von Captain Kirk bearbeiten ihre PC-Tastaturen mit fliegenden Fingern und starren dabei ohne sichtbare Gefühlsregung auf Computerschirme.

In Europa mögen das Szenen sein, deren Faszination sich auch Jugendlichen nicht auf Anhieb erschließt. In Korea aber haben die Spieler ihre Fans fest im Griff. Mittlerweile ist es so still im Raum, als stünde Garri Kasparow kurz vor dem Schachmatt. Plötzlich kommt auf den Bildschirmen Action auf. Drohnen vernichten Drohnen, Kommandos radieren Kommandos aus. ‚Uuuhhhhhh‘, entfährt es den Zuschauern, als es brenzlig wird für Lim, ‚Aaaahhhhhh‘, als er sich aus der Not befreit.“
(Marco Evers im Spiegel vom 6. Februar 2006)

Drei koreanische Fernsehkanäle senden 24 Stunden am Tag die Partien der Spiele-Profis. Wer Lims Partien daheim studieren will, kann sie auf DVD erwerben. Ähnlich wie japanische Sumo-Ringer wohnen die Berufsspieler in einem Trainingscamp. Sie teilen sich zu zweit oder zu dritt ein Schlafzimmer. Gegen elf Uhr morgens stehen sie auf und gehen die wenigen zu ihren Hochleistungs-PCs, an denen sie mindestens zehn Stunden täglich spielen müssen; wer faul ist, fliegt. Das Training ist eine Qual. Sie haben Rücken- und Schulterschmerzen, die Augen brennen. Zeit für Hobbys bleibt fast überhaupt nicht.

Südkorea ist gespickt mit Internet-Cafés. Hier findet rund um die Uhr der Breiten-E-Sport statt - und der droht das Land in eine Krise zu stürzen. Mancher spielt mehr als 50 Stunden am Stück. Im Jahr 2005 gab es sieben Computerspiel-Tote. Für koreanische Jugendliche sind Online-Spiele eine größere Bedrohung als Alkohol und Drogen. Ein Drittel der Gesamtbevölkerung spielt Online-Games. Wer nicht mitmacht, hat keine Freunde und kann froh sein, wenn man ihn nicht schlägt.

Etwa 750 000 Spieler sind bereits so süchtig, dass sie kein normales Leben mehr führen. Sie ernähren sich von Tütensuppen und Zigaretten. Ihr Status in der Spielewelt hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit sie ins Spielen investieren.

Lim Yo-hwan, bekannt unter dem Pseudonym SlayerS_`BoxeR` (kurz: Boxer ist ein professioneller Computerspieler aus Südkorea, der 2004 als bester Spieler aller Zeiten ausgezeichnet wurde.

Lim ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten StarCraft-Spieler. Sein Fanclub zählt mittlerweile über 600.000 Menschen und es existiert eine DVD-Zusammenstellung seiner besten Spiele, die in Südkorea veröffentlicht wurde. Lim erlangte dadurch Berühmtheit, dass er im professionellen StarCraft mit der terranischen Rasse dominieren konnte, da die Terraner bis dahin als die schwächste Rasse galten. Er hat außerdem den Ruf, Spiele aus einer sehr schlechten Stellung noch gewinnen zu können.

 

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