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06. Dezember 2012

Langer Marsch

長征 / 长征 chángzhēng (lang + Reise, Expedition)

Der lange Marsch begann am 16. Oktober 1934 und verlief in wechselnden Richtungen. Die drei kommunistischen Armeen überschritten 18 Bergketten und 24 große Flüsse.

„Jede Revolution hat ihre eigenen Legenden. … Die Franzosen erstürmten die Bastille; 1917 in Petrograd war es der Winterpalast. In der Bastille befanden sich lediglich sieben Gefangene; der Winterpalast wurde nur von einer Handvoll junger Leute und einigen Frauen verteidigt, als die Bolschewiki eindrangen. Doch dass spielt keine Rolle. Sie wurden zu Symbolen der Revolution.

Chinas Langer Marsch von 1934 war kein Symbol. Er war ein großes menschliches Epos, eine Prüfung für Willen, Mut und Kraft der Männer und Frauen der chinesischen Roten Armee.“

(Harrison E. Salisbury: Der Lange Marsch; S. 124. 1985. ISBN: 3-10-071306-0)

Der Lange Marsch ist der zentrale Heldenmythos der Kommunistischen Partei Chinas (中国共产党 Zhōngguó Gòngchǎndǎng). Mit immer größerem Aufwand unternahm Chiang Kai-shek (蔣介石 Jiǎng Jièshí) Vernichtungsfelsdzüge gegen die Kommunisten in den Bergen der Provinz Jiāngxī (江西). Er ließ die Zivilbevölkerung aus den Frontgebieten evakuieren und den Reis auf den Feldern verbrennen. Da durchbrachen die Kommunisten völlig unerwartet die Einkesselung. Unter den mehr als 85.000 Personen waren lediglich 35 Frauen. Über 15.000 Soldaten, über 30.000 Verwundete sowie die Frauen blieben zurück.

Landbesitzer gaben den Kommunisten Geld oder Reis und forderten dafür Schutz. Wenn Kuomintang-Patrouillen die Gegend durchstreiften, brachten die Bauern Reissäcke auf die Berge und ließen sie dort liegen und die Roten holten sie dort ab.
 
 

Manche Historiker glauben, dass der Lange Marsch von Chiang Kai-shek gesteuert wurde, dessen Sohn Chiang Ching-kuo (蔣經國, Jiǎng Jīngguó) in der Sowjetunion als Geisel gehalten wurde. Die Richtungen, in die die Rote Armee marschieren sollten, wurden unbesetzt gelassen, während die Kuomintang (國民黨 Guómíndǎng) der Roten Armee hinterhermarschierte und die Gebiete eroberte, durch die die Rote Armee vorher gezogen war. Flugzeuge kreisten bei Flussüberquerungen über die Rote Armee, ohne anzugreifen.
 
Sie warfen Flugblätter ab, auf denen stand: „Kommunistische Banditen! Das Oberkommando hat uns befohlen, auf euch zu warten. Wir warten. Beeilt euch! Wir bitten euch. Wir haben eine nette kleine Falle für euch aufgestellt.“
(Harrison E. Salisbury: Der Lange Marsch; S. 124. 1985. ISBN: 3-10-071306-0)
 
Im Dezember 1935 nahmen die ausgemergelten Revolutionäre die Kleinstadt Yán’ān (延安市) in der Provinz Shaanxi  (陝西 Shǎnxī) ein, die für einige Jahre ihre Hauptstadt wurde.
 

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