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21. Oktober 2013

Kundun

སྐུ་མདུན་་ sku mdun (die verehrungswürdige Anwesenheit; ein Titel, mit dem der  Dalai Lama angesprochen wird)
1997
Regisseur:  Martin Scorsese

 

„1937: Seit dem Tod des 13. Dalai Lama [ཏཱ་ལའི་བླ་མ་] durchqueren buddhistische Mönche ganz Tibet auf der Suche nach der nächsten Inkarnation ihres geistigen Oberhaupts. Diese erkennen sie schließlich in Lhamo [ལྷ་མོ་དོན་འགྲུབ་ Lhamo Döndrub], dem zweijährigen Sohn eines Bauern aus einem Dorf an der Grenze zu China. Der vorwitzige Bengel besitzt Wissen, das ein Außenstehender scheinbar unmöglich über den verstorbenen Dalai Lama haben kann. Kurzerhand wird er in die Hauptstadt Lhasa [ལྷ་ས་] gebracht, um auf sein Leben als religiöser und politischer Führer Tibets vorbereitet zu werden. Doch nachdem die Kommunisten als Sieger aus dem chinesischen Bürgerkrieg hervorgehen, machen sie bald alte Hegemonieansprüche in der Region geltend. …

Von einem Film wie ‚Kundun‘ ist keine wissenschaftlich ausgewogene Aufbereitung der Fakten zu erwarten, aber der Umgang mit den historischen, religiösen und sozialen Hintergründen ist dennoch auffällig einseitig. ... Die Laien-Besetzung besteht fast ausschließlich aus Exil-Tibetern, viele von ihnen stammen sogar aus dem erweiterten Familienkreis des Dalai Lama. Was einerseits für Authentizität bürgt, kann man Scorsese andererseits durchaus als fehlende professionelle Distanz ankreiden. …

Die ehrfürchtige Haltung gegenüber dem Dalai Lama spiegelt sich auch in der Darstellung des Religiösen, fast im Minutentakt bekommen nach Spiritualität darbende westliche Zuschauer verlockend aufbereitete Zeugnisse fernöstlicher Weisheit geliefert. Somit ist der Film ein Ausdruck der anhaltenden Buddhismus-Begeisterung in Amerika und Europa, ohne für diesen Boom eine Erklärung liefern zu können.“
(Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion: Kundun)

Der Film Kundun zeigt das Leben von Tendzin Gyatsho (བསྟན་འཛིན་རྒྱ་མཚོ་), dem 14. Dalai Lama, von seiner Auserwählung 1937 bis zu seiner Flucht 1959 nach Indien.

Ein zweijähriger Bauernsohn wird von tibetischen Mönchen nahe der chinesischen Grenze, als die Wiedergeburt des 13. Dalai Lama erkannt. Er wählt aus verschiedenen Gegenständen diejenigen aus, die seinem Vorgänger gehörten, wird nach Lhasa gebracht, um dort auf seine künftige Rolle vorbereitet zu werden.

Der größte Teil des Films zeigt das Leben am Hofe des Dalai Lamas mit all seinen buddhistischen Zeremonien. Im letzten Teil sieht der Zuschauer den Einmarsch der Chinesen, die massenhafte Ermordung von Mönchen und die Zerstörung der Klöster. Der Dalai Lama kann Mao Zedong nicht von der Unabhängigkeit Tibets überzeugen, hält der doch alle Religion für Gift und das tibetische Regierungssystem für äußerst rückständig.

Der Film endet mit der Flucht des Dalai Lama nach Indien, zu der das Staatsorakel riet.

Martin Scorsese interessierte sich für den Dalai Lama als moralische Autorität, der der ganzen Welt als Beispiel dienen könne. Der Dalai Lama selbst arbeitete am Drehbuch mit. 

Die chinesische Regierung war offensichtlich nicht mit diesem Filmprojekt einverstanden, so gehört Scorsese jetzt zu den 50 Menschen, denen die Einreise nach China offiziell untersagt ist.

„Scorsese hat die Beweggründe für seinen neuen Film in einem Interview offengelegt: ‚Der Dalai Lama interessiert mich aus folgendem Grund: Hier ist ein Mensch, dem gelehrt worden ist, alle Probleme gewaltfrei, mit Mitgefühl und Liebe zu lösen - und er verhält sich tatsächlich so!‘“
(Wolfgang Hübner in der Rhein-Zeitung vom 15. Januar 2010: Scorseses grandioses biographisches Drama "Kundun")

 

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