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06. Dezember 2012

Kyoto

京都 Kyōto (Hauptstadt + Metropole)
京都府 Kyōto-fu (Kyōto + Präfektur)
4.613 km²
2,6 Millionen Einwohner
572 Einwohner pro km²
Region: Kinki (近畿)
Hauptstadt: Kyōto-shi (京都市)

 

„Wie für andere japanische Städte gilt auch für Kyōto der Hinweis: Seien Sie nicht enttäuscht, wenn Sie in Kyōto-Hauptbahnhof aussteigen oder sich mühsam mit dem Auto bis an den Stadtrand gequält haben. Der Bahnhof ist kein Tempel und die Zufahrtsstraße kein Landschaftsgarten. Auch in Kyōto muss man Abstriche machen und erst eine gehörige Portion Häßlichkeit schlucken, bevor man das Schöne entdeckt. Aber die Liebe auf den zweiten Blick hält ja meist länger als die ‚Hals über Kopf’.


Zum Teil liegt das daran, dass Kyōto eben eine lebendige Stadt ist, die wächst und sich entwickelt, während Nara
[奈良] sich gewissermaßen zur Ruhe gesetzt hat und nun das Schattendasein eines Museums führt.“
(Barbara Lange: Japan. Walter-Verlag, 1984. ISBN: 978-3-530502503)

„Nirgendwo in Japan sind Vergangenheit und Gegenwart so eng miteinander verwoben. Von der Ruhe des Zen-Gartens bis zum rasselnden Lärm der nächsten Pachinko-Halle sind es nur ein paar Schritte. Die blinkende Leuchtreklame wirft ihr Licht auf das geschwungene Tempeldach. Und nachdem man im Schrein das Glück durch das Werfen einer Fünf-Yen-Münze auf seine Seite gebracht hat, kann man mit der nächsten Münze einen heißen grünen Tee aus dem Getränkeautomaten direkt daneben ziehen.“
(Hans Sautter, Kerstin Fels und Andreas Fels: Japan. München: Bruckmann, 2007. ISBN: 978-3-76544471-5)

Kyōto war von 794 bis 1868 Sitz des kaiserlichen Hofes und die zweite ständige Hauptstadt Japan und hat das Zeichen für Hauptstadt (京) in stilisierter Form zu seinem Emblem gemacht.

kyotoflag

京都御所
Kyōto Gosho
桂離宮
Katsura-Rikyū
Der Kaiserpalast von Kyōto war während des größten Teiles seiner Geschichte die Residenz des Kaisers von Japan. Die Funktion als Residenz endete mit der Meiji-Restauration, als der Kaiser seinen Sitz nach Edo, dem heutigen Tōkyō verlegte. Der Palast wurde mehrere Male durch Feuer zerstört und wieder aufgebaut. Der Thron steht auf einer achteckigen Plattform fünf Meter über dem Boden und kann vom Rest des Raumes durch eine Gardine getrennt werden. Der deutsche Architekt Bruno Taut entdeckte 1933 Schönheit der kaiserlichen Katsura-Villa. Sein Buch Nippon - mit europäischen Augen gesehen - wurde in Japan als Sensation empfunden, da Taut auf die Schönheit der alten japanischen Architektur hinwies, was im Japan der Modernisierung bis dahin nicht mehr beachtet worden war. Nach dem Weltkrieg „pilgerten“ Architekten wie Walter Gropius und Le Corbusier nach Japan und wurden vom minimalistischen und rechteckigen Stil beeinflusst.
   
音羽山清水寺
Kiyomizudera
清水の舞台から飛び降りる
Kiyomizu no butai kara tobioriru
Der Tempel Kiyomizudera erhielt seinen Namen vom Wasserfall innerhalb des Tempelkomplexes, der von den nahen Hügeln herunterkommt – kiyoi mizu (清い水) bedeutet reines Wasser. Die Redewendung „die Terrasse des Kiyomizu hinunterspringen“ bedeutet „sich zu einem Entschluss durchringen“. Angeblich wurden einem Menschen, der den Sprung von der Terrasse wagte, alle Wünsche erfüllt. 234 Sprünge sind dokumentiert und davon überlebten 85 % der Springer.  Heute ist es jedoch verboten, von der Terrasse zu springen.

Die Himmelsbrücke

Die Himmelsbrücke Amanohashidate (天の橋立) ist eine Nehrung im Norden der Präfektur. Dort befindet sich eine 3,6 Kilometer lange, 100 bis 200 Meter breite Sandbank, die mit Pinienbäumen bepflanzt ist und zu den drei schönsten Aussichten Japans gehört. Richtig gut sieht man die Brücke von Viewland (ビューランドByūrando) auf der Südseite. Von dort soll man den Schenkelblick anwenden: Oberkörper runter und durch die eigenen Beine auf die Himmelsbrücke schauen.

„Gehen Sie in den Kasamatsu-Park und stellen Sie sich auf eine der Bänke; nun beugen Sie sich nach unten und blicken durch Ihre Beine auf die Sandbank. Wenn sich Ihr Blick aufgrund der anstrengenden Haltung genügend getrübt hat, werden Sie feststellen, dass der Kiefernstreifen tatsächlich eine Brücke zum Himmel bildet!“
(Barbara Lange: Japan. Walter-Verlag, 1984. ISBN: 978-3-53050250-3)

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