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06. Dezember 2012

Kuhhirte und Weberin

牛郎織女 niúláng zhīnǚ (Rind + Bursche + weben + Frau)
七夕 qīxī (sieben + Abend)

kuhhirte-1 kuhhirte-2
getrennt durch die Milchstraße zusammengeführt durch die Elsternbrücke

„Eines der schönsten Theaterbilder, die ich besitze, illustriert das Stück ‚Die Heirat an der Milchstraße. Die Fabel ist reine Phantasie. In einer Familie hatte der ältere Sohn nach dem Tode der Eltern seinem jüngeren Bruder dessen Erbteil vorenthalten und ihm nur eine alte Kuh überlassen. Sie erwies sich jedoch als Zauberkuh: Sie sprach mit menschlicher Stimme und gab Ratschläge, wo Geld zu finden und was zu unternehmen war. Ihr Besitzer wurde reich, und der ältere Bruder beneidete ihn. Als er erfuhr, wie es um die Kuh stand, entführte er sie und versuchte, sie durch Stockschläge zum Sprechen zu bringen. Die Kuh aber schwieg, und schließlich tötete er sie. Als der jüngere Bruder davon hörte, erbat er sich das Fell der Kuh und trug es nach Hause. In der gleichen Nacht erschien ihm die Kuh im Traume. Sie befahl ihm, in das Fell zu schlüpfen, es werde ihn unsichtbar machen, zum Flußufer zu gehen und dort das Kleid einer Himmelsfee zu stehlen. Sie wäre dann gezwungen, ihn zu heiraten.

So geschah es auch. Das schöne Mädchen schenkte ihm Kinder und brachte Glück ins Haus. Die himmlische Hauptfee, die von dieser Mesalliance erfuhr, geriet in Zorn, trennte die Eheleute und beorderte die Fee zurück in den Himmel. Der Mann, der die Kinder in einem Korb trug, folgte ihr, aber an der Himmelspforte trat ihm die Hauptfee in den Weg und entließ aus ihrem Ärmel den Himmelsstrom (die Milchstraße), der sich zwischen das Paar legte. Später hatte sie jedoch Mitleid mit dem armen Mann und erlaubte ihm, an jedem siebenten des siebenten Monats mit seiner Frau zusammenzukommen. Seit jener Zeit überquert sie als Fee des Sternbildes der ‚Weberin’ in dieser Nacht eine von Elstern gebaute Brücke über die Milchstraße, um sich mit dem ‚Hirten’ (ebenfalls ein Sternbild) zu treffen.“
(V. M. Alekseev: China im Jahre 1907. Ein Reisetagebuch. 1989)

Das chinesische Fest Qīxī (Nacht der Sieben, japanisch Tanabata) fällt auf den Abend des 7. Tages des 7. Monats nach dem Mondkalender. Es ist das Fest der Liebenden, ein Gegenstück zum westlichen Valentinstag.

chinesische Mythologie
Acht Unsterbliche 八仙 - Affenkönig 孙悟空 - Chang E 嫦娥 - Fuchsfee 狐狸精 - Kuhhirte und Weberin 牛郎織女 - Urkaiser 三皇五帝

japanische Mythologie
Amaterasu 天照 - Izanagi und Izanami 伊邪那岐命 - 伊邪那美命 - Jimmu Tenno 神武天皇

koreanische Mythologie
Dangun 단군 - Dokkaebi 도깨비 - Hong Gil Dong 홍길동

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