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06. Dezember 2012

Kuan Yü

關羽 Guān Yǔ (Familienname Guān)
關帝 Guān Di
160 - 216
 
„Einmal war der Train der Armee Liú Bèis [劉備] zurückgeblieben; da bei dem Train sich die beiden Frauen und der kleine Sohn des Liú Bèi befanden, beschloß Guān Yǔ, sie persönlich zu bewachen, wurde aber von Cáo Cāo [曹操] gefangen genommen. Cáo Cāo schickte alle Gefangenen weit ins Hinterland. In der Absicht, Guān Yǔs Treue zu prüfen, überließ Cáo Cāo ihm und den beiden Frauen Liú Bèis ein einziges Zimmer zum Nachtlager. Guān Yǔ betrat aber das Zimmer nicht, sondern blieb die ganze Nacht vor der Tür mit einer angezündeten Kerze in der Hand stehen. Dafür bekam er von Cáo Cāo den Marquistitel.

Nach einiger Zeit benutzte Guān Yǔ die erste Gelegenheit und schlug sich mit dem kleinen Sohn Liú Bèis durch die Ketten der Feinde durch, wobei er mit der linken Hand den Knaben hielt und mit der Rechten kämpfte. Als er Liú Bèis Lager erreichte, sprach er: ‚Die Schwägerinnen hat der dumme jüngere Bruder nicht retten können. Doch hier ist der Sohn des älteren Bruders.’

Mit diesen Worten übergab er den Knaben dem Vater. Liú Bèi warf aber seinen Sohn auf die Erde und rief  ‚Mit Schauder denke ich daran, daß ich wegen des gemeinen Bengels meinen geliebten Bruder hätte verlieren können!’

Diese Handlung Liú Bèis gilt als ein vorbildliches Muster einer treuen Freundschaft. Die Chinesen sagen jetzt noch öfter: ‚Den Sohn auf die Erde schleudern, um die Herzen der Leute zu gewinnen!’ - ‚Shuāi ér dé rénxīn!
[摔兒得人心]’
(Eugen Gregory: Dreißig Jahre unter Chinesen. Ein Europäer erlebt das Reich der Mitte. 1953)
 
 
 
Guān Yǔ (關羽), Waffenbruder des Tigergenerals (虎將 Hǔjiàng) Zhāng Fēi (張飛). half in der Zeit der Drei Reiche (三國 Sānguó, 208 – 280) dem angeblichen Angehörigen des Han-Herrscherhauses, Liú Bèi (劉備), sich zum Kaiser von Shǔ-Hàn (蜀漢) zu machen und eine kurzlebige Teil-Dynastie aufzubauen.
 
Er fiel nach Liú Bèis Tod und wurde in den folgenden Jahrhunderten vergöttert. Bis in die Neuzeit hatte er einen Tempel in fast allen größeren Städten; er galt als Kriegsgott, aber zugleich auch als Gott der Gerechtigkeit; Rechtsfälle wurden deshalb oft in seinem Tempel ausgehandelt.
 
Er ist Hauptfigur in vielen Dramen, die auf dem Roman ‚Geschichte der Drei Reiche’ (三國演義 Sānguó Yǎnyì) beruhen und ist immer erkennbar an seinem roten Gesicht.
 
 

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