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06. Dezember 2012

Koxinga

鄭成功 Zhèng Chénggōng
國姓爺 Guóxìngyé
1624 - 1662

 

„Die Chinesen hatten, nachdem sie im Mittelalter bis Afrika gesegelt waren und die damals vermutlich größte Seemacht der Welt waren, im 15. Jahrhundert beschlossen, sich nur noch nach innen zu richten. Im Zuge dessen wurden alle hochseefähigen Schiffe, deren das Kaiserreich habhaft werden konnte, zerstört. Erhalten blieben logischerweise die Piratenschiffe.

Im 17. Jahrhundert beherrschte Zhèng Zhīlóng [鄭芝龍], als ‚Abenteurer-Kaufmann‘ die Küste. Da die Ming-Dynastie [明朝 Míng háo, 1368 - 1644] wegen der aus dem Norden einfallenden Mandschus unter Druck geriet, wurde der Oberpirat Zhèng zur Verteidigung der Küstenstädte angeheuert. Dieser war zunächst erfolgreich und sogar noch erfolgreicher war sein Sohn  Zhèng Chénggōng [鄭成功], dem deshalb der Kaisername Zhū [朱] verliehen wurde. Denn die Kaiser der Ming-Dynastie hießen Zhū mit Nachnamen und nicht Míng. Er wurde daraufhin Guóxìngyé [國姓爺] genannt, was soviel heißt wie ‚Exzellenz mit dem staatlichen Namen’ und das wurde europäisiert zu Coxinga.

Letztlich konnte aber auch Coxinga den Untergang der Ming nicht aufhalten. 1661 griff er dafür die Holländer in Anping an, die 1662 tatsächlich kapitulierten. Und das macht Coxinga, den chinesischen Bezwinger der weißen Besatzer zu einem Helden ohnegleichen. Erst nach seinem Tod eroberten die Mandschus, die ja im engeren Sinne auch keine Chinesen, sondern typische einfallende Nordbarbaren waren, Taiwan.“
(Ilka Schneider: „Zwischen Geistern und Gigabytes“ Abenteuer Alltag in Taiwan. Oldenburg, 2010. ISBN: 978-3-9811327-3-1)

Angesichts der Bedrohung durch nördliche nomadische Völker zogen ab dem elften Jahrhundert immer mehr Han-Chinesen nach Südchina. Bis zur Küste drangen jedoch nur wenige von ihnen vor - unter anderem fürchtete man die permanenten Überfälle von Piraten. Einer der Freibeuter, Koxinga, brachte es gegen Ende der Ming-Dynastie sogar zu Nationalruhm, als er die untergehende Dynastie gegen die Qing-Invasoren verteidigte und sich viele Jahre auf Taiwan halten konnte.

Während des Kampfes gegen den patriotischen Piraten zeigte sich die Qing-Armee skrupellos, aber erfinderisch: Ein 25 Kilometer breiter Küstenstreifen wurde von allen Siedlungen ‚gesäubert’, um Koxinga den Nachschub abzugraben. Auch die Ursprünge Hongkongs fielen dieser Maßnahme wahrscheinlich größtenteils zum Opfer.

 

echte und vermeintliche  Helden
Norman Bethune 白求恩 - Bokuden 卜伝 - Chu-ko Liang 諸葛亮 - I Sun-sin 이순신 - Koxinga 國姓爺 - Kuan Yü 關羽 - Lei Feng 雷锋 - Mulan 木蘭 - Nongae 논개 - Onoda Hiro 小野田寛郎 - John Rabe 約翰•拉貝 - Siebenundvierzig Samurai 四十七士 - Sugihara Chiune 杉原千畝 - Tank Man 坦克人 - Yelü Chutsai 耶律楚材

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