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06. Dezember 2012

Kotau

叩頭 kòutóu
磕頭 kētóu

„Die kaiserlichen Beamten, die mit der Halsstarrigkeit des Barbaren rechneten, hatten eine Ausrede erfunden, um ihren Kopf zu retten: Sie erzählten dem Kaiser, dass die engen Hosen des Botschafters es diesem unmöglich machten, auf die Knie zu fallen.

Der Kaiser war also wirklich der Meinung, dass der ausländische Teufel nicht wie die Chinesen gebaut war. Insbesondere fehlten ihm die Kniegelenke. Die engen Beinkleider, die damals in Mode waren, dienten als Beweis. Sie mussten seine Beine stützen, damit sie nicht einknickten. Wenn also ein ausländischer Teufel niedergeschlagen wurde oder hinfiel, konnte er nicht wieder aufstehen.

Der Kaiser wollte natürlich nicht den möglichen Tod des weitgereisten Vasallen verursachen und verzichtete auf den Kotau."
(Günter Ederer)

Bei der Macartney-Mission 1793 verweigerte George Macartney den Kotau vor dem chinesischen Kaiser Qianlong und begnügte sich mit einem einfachen Kniefall. Diese mangelnde Respektbezeugung mag zum Scheitern des Unternehmens beigetragen haben.

Beim Kotauwirft sich der Grüßende in gebührendem Abstand nieder und berührt mehrmals mit der Stirn den Boden.

Gegenüber dem Kaiser erfolgte ein dreimaliges Niederwerfen mit je dreimaligem Berühren des Fußbodens mit der Stirn.

 

glücklicherweise ausgestorbene Bräuche
Füßebinden 纏足 - Kang 木枷 - Kotau 叩頭 - Zopf 辮子

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