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Christine Liew, M.Litt.
0621-5203-423

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Wir begrüßen unsere neue Dozentin für Koreastudien, Frau Shiny Park.

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06. Dezember 2012

Koreaner

조선인, 朝鮮人 Joseonin (nordkoreanische Bezeichnung)
한국인, 韓國人Hangugin (südkoreanische Bezeichnung)
고려사람 Koryŏsaram (auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion)
 
 
„‚Wenn Sie ganz sicher sein wollen, ob Ihr Gegenüber zum ostasiatischen Genpool zählt, schauen Sie ihm in die Ohren!‘, so der koreanische Publizist Lee Wha-rang [리화랑] in einem Artikel der Association for Asian Research aus dem Jahr 2004. Wie so viele seiner Landsleute ist auch Lee nicht verlegen, wenn es um die Darstellung der Besonderheiten seines Volkes geht. Unbefangen stellt er Vergleiche und Statistiken über spezielle Duftmarken und Sonstiges auf, die nur eines zum Ziel haben: den Beweis anzutreten, dass Koreaner doch die besseren Menschen sind!

In Asien sorgen charakteristische und körperliche Merkmale des einen oder anderen Volksstammes immer für guten Gesprächsstoff. Koreaner bilden da keine Ausnahme. Kommt gar die Frage nach dem Ursprung der eigenen Nation auf, überschlagen sich förmlich die Theorien. Mythen mutieren da leicht zu Fakten, wenn es gilt, mit den Nachbarländern mitzuhalten und die entsprechend ehrwürdigere oder längere Historie vorzuweisen. Seit Anbeginn der Geschichtsschreibung herrscht zwischen China, Korea und Japan ein stetes Gezerre, wer da nun wen erobert habe und in welchem Land nun was, wann und wo zuerst erfunden wurde.

Chinesische Schriftzeichen und japanisches Kabuki [歌舞伎] stammen eindeutig aus Korea, so die feste Überzeugung vieler Koreaner. Nicht zu vergessen das Fußballspiel und natürlich Konfuzius selbst! China ignoriert das ‚Korea über alles-Gerufe‘ und geht zumeist selbstbewusst über derlei Behauptungen hinweg. Japan aber protestiert pikiert und schreibt heftig dagegen an.
 
Red Devils
붉은 악마
Bulgeun Ahgma


Als Europäer halten Sie sich am besten aus diesen Diskussionen heraus, es sei denn, Sie sind in der Kulturgeschichte aller drei Nationen bestens bewandert. Aber wer kann das schon von sich behaupten? Oder wussten Sie etwa, dass sich die rot gekleideten koreanischen Fans der Fußballweltmeisterschaft 2002, die berühmten ‚Red Devils‘ [붉은 악마 Bulgeun Ahgma], nach König Chi Wu [치우천왕, 蚩尤天王Chiwoo Cheonwang] aus dem dritten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung benannt haben? Dieser König eroberte vom heutigen Nordkorea aus große Teile Chinas und Tibet. Zog er in die Schlacht, trug er angeblich einen feuerroten Mantel und eine Art Wikingerhelm auf dem Kopf. Handfeste Belege darüber gibt es nicht, aber das mindert die Begeisterung der Koreaner für ‚ihren‘ König kaum.
 
Die Chinesen wiederum erklären seine Rolle in ihren Legenden ganz anders. Sie beanspruchen ihn für sich: König Chi Wu [蚩尤 Chī Yóu] war natürlich ein stattlicher Chinese, noch heute berühmt für seine Verdienste um den Gelben Fluss und die Bewässerung des Ackerlandes.“
(Christine Liew: Reisegast in Korea. Dormagen: Iwanowski, 2010. ISBN: 978-3-86197-004-0)

蚩尤
Chī Yóu
 
„Die heutigen Koreaner bilden einen eigenen Menschenschlag, der sich deutlich von den Nachbarn unterscheidet; sie verfügen über eine einheitliche Sprache und Kultur. Dies hat ihnen bis in die jüngste Zeit geholfen, ihre Identität zu wahren – trotz immer wiederkehrender Invasionen fremder Mächte und einiger längerer Perioden nichtkoreanischer Herrschaft. Nicht zuletzt deshalb ist der Stolz auf die eigene, ehrwürdige und einzigartige Kultur und Ethnie auch für die modernen Koreaner selbstverständlich.“
(Alice Aarau, Ben und Sonia Hur: Reisegast in Korea. 2001. ISBN: 978-3933041616)
 
Nach Deutschland kamen Koreaner vor allem als Krankenschwestern, Bergarbeiter und als Adoptivkinder.
 

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