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06. Dezember 2012

Konfuzius

孔丘 Kǒng Qiū (Familienname Kong + Hügel)
孔子 Kǒngzǐ (Meister Kong)
孔夫子 Kǒng Fūzǐ (latinisiert zu Confucius)
551 - 479

 

„Das Mädchen mit der bunten Schleife im Zopf, das die Eintrittskarten zum Konfuziustempel verkauft, ist erst fünf Jahre nach Ausbruch der Kulturrevolution geboren worden. 1976, als der Spuk vorbei war. kam sie in die Grundschule. Nein in der Schule hat sie weder etwas von der Kulturrevolution noch von Konfuzius gehört. Aber natürlich kennt sie Konfuzius. Ein großer Mann, sagt sie. meine Mutter glaubt, bei schweren Krankheiten ist ein Opfer für Konfuzius besser als ein Opfer für Buddha. Viele hier glauben das, fügt sie lachend hinzu, meine Mutter hat beides ausprobiert. das ist wie Wissenschaft.

Hätte Konfuzius diese Worte gehört, ihm wäre wahrscheinlich übel geworden: Ausgerechnet er, der Advokat äußerster Zurückhaltung gegenüber dem unerklärbar Übernatürlichen als ein Götze verehrt, der durch Opfer der Irischen günstig gestimmt werden kann. Und das in der Stadt. Die durch ihn und seine Lehre zur Berühmtheit gelangt ist. Das fügt sich wie die Errichtung einer Statue von Diderot in der Grotte von Lourdes.“
(Geo Spezial - China, S. 49f)


„Im Grunde beschreibt [der Geschichtsschreiber]  Sīmǎ Qiān [司馬遷]  den Konfuzius als einen Verlierer, den keiner so recht brauchen konnte, und der sich dem literarischen Schaffen, der Überlieferung der Tradition und der Historiographie nur deswegen widmete, weil er trotz unermüdlichen Umherreisen an den Fürstenhöfen des Reiches niemanden fand, der ihn anstellen wollte. Dabei sind einzelne Begebenheiten durchaus nicht schmeichelhaft für den Meister. Einmal konnte er nur von seinen Schülern davon abgehalten werden, sich bei einem Rebellen zu verdingen, und ein andermal suchte er die Frau eines Lehnsfürsten auf, die allerorten für ihren liederlichen Lebenswandel bekannt war, ein Verhalten, das er dann vor seinen Schülern rechtfertigen musste. Dass er literarisch tätig wurde, soll er mit der Bemerkung abgetan haben, dass seine Schriften doch eigentlich nur leere Worte enthielten und er viel lieber stattdessen eine rechte Tat vollbracht hätte.“
(Hans van Ess: Ist China konfuzianisch?)

 

confucius

Aus seinen früheren Jahren ist nur Spärliches überliefert. Sein Vater starb zwei Jahre nach der Geburt seines Sohnes. Als Konfuzius knapp 20 Jahre alt war, starb seine Mutter. Nun war sein Anliegen, seine Eltern zu vereinigen. Nach 18 Jahren das Grab seines Vaters zu finden war nicht einfach. Er musste lange herumfragen, bis eine alte Frau es ihm schließlich zeigte. Dann beerdigte er seine Mutter an der gleichen Stelle.

Konfuzius ist der Name, den jesuitische Missionare des 16. Jahrhunderts dem Meister Kǒng (孔 Kǒng; alte Umschrift: K'ung) gegeben haben, der in alten Quellen zumeist als Kǒngzǐ  (孔子; K'ung-tzu) - eben Meister K'ung - bezeichnet wird. Kǒng Fūzǐ (孔夫子, alte Umschrift: K'ung fu-tzu), das dann zu Konfuzius latinisiert wurde, jedoch ist im Chinesischen eine verhältnismäßig späte Wortbildung, die in den alten Texten nicht vorkommt.

Zi Lu fragte, wie man den Geistern dienen solle. Konfuzius antwortete: Wer nicht den Menschen zu dienen versteht, wie kann der den Geistern dienen?
Dann fragte Zilu nach dem Tode, und der Meister gab zur Antwort: Wer noch nicht das Leben kennt, wie will der wohl den Tod begreifen?

子曰:未能事人,焉能事鬼? 曰:敢問死? 曰:未知生,焉知死?

 

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