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06. Dezember 2012

Kisaeng

기생, 妓生 gisaeng

kisaeng

Kisaeng in Arbeitskleidung

 

„Hat der Gast in Japan die Geisha [芸者] kennengelernt, so wird ihm sofort der Unterschied auffallen: während die - klassische – Geisha mit ihrer pompösen Perücke, dem weißgepuderten Gesicht, der traditionellen Methodik des Schminkens, dem auf die Jahreszeit und Gelegenheit raffiniert abgestimmten Kimono [着物], der Art des Schreitens, Sprechens, dem eigenartig gequetscht klingenden Gesang, den bedeutungsvollen Bewegungen des Fächers höchst kunstvoll und zugleich manieriert erscheint, eine für komplizierte Darbietungen lange und hart geschulte, disziplinierte, hochgezüchtete ‚Kunstperson’, wie es der Bedeutung des Wortes Geisha entspricht, so ist die koreanische Kisaeng in Aussehen und Verhalten von einer liebreizenden Natürlichkeit; mit einem Make-up, das persönliche Schönheit dezent unterstreicht; weich und biegsam in den Bewegungen; elegant im zartfarbenen, graziös fließenden, so femininen Chima-jogori. Und nie wird der Gast das Gefühl haben, es bei seiner charmanten Kisaeng mit einer berufsmäßigen, entsprechend zu entlohnenden Gesellschafterin zu tun zu haben.“
(Horst Eliseit: Korea – das zerrissene Lächeln. 1978. ISBN ISBN: 978-3793411383)

Das Wort gi (기, 妓) war geläufig für Frauen, die bei königlichen Festen musizierten oder tanzten. Das Wort bekam später das Suffix saeng (生, 생) hinzu, das so viel wie ‚Leben‘ bedeutet. Äußerlich war eine Kisaeng zu erkennen an ihren Seidengewändem und der kunstvollen Frisur. Ihr größtes Vorrecht aber war, sich frei bewegen zu können, nicht schamhaft die Augen niederschlagen zu müssen, wenn sie einem Mann begegnete. Lächeln zu können, wenn sie wollte, ohne jedoch befürchten zu müssen, geringschätzig betrachtet zu werden. So konnte schon eine durchschnittliche Kisaeng ihr Leben mehr genießen als die Ehefrauen der vornehmen Oberschicht.

Gesellschaft der Feudalzeit
Daimyo 大名 - Gentry 紳士 - Samurai 侍, 士 - Yangban 양반
Hwarang 화랑 - Ninja 忍者 - Ronin 浪人
Eunuch 宦官 - Geisha 芸者 – Kisaeng 기생

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