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06. Dezember 2012

Kim Il-sung

김일성, 金日成 Gim Il-seong
15. April 1912 – 8. Juli 1994

„In seinem maßlos übersteigerten Personenkult übertrifft Staats- und Parteichef Kim Il-sung noch die schlimmsten Auswüchse der stalinistischen Epoche der Sowjetunion.
 
Wann und wo und wie oft auch immer der Name des ‚geliebten und verehrten Großen Führers’ genannt wird - als Bildtext, als Inschrift auf einem Denkmal, in einer Festrede, im Rundfunk, beim Schulungsvortrag, in Parteiverlautbarungen, in Kommentaren und Zeitungsartikeln oder im Fernsehen - nie wird der Name geschrieben, gedruckt oder gesprochen ohne ehrende Beiworte. Besonders häufig sind: ‚Sonne der Nation’; ‚Held ohne Beispiel’, ‚Vater von über fünfzig Millionen Koreanern’, wobei sechsunddreißig Millionen Südkoreaner bereits als Kim-Kinder mitgezählt werden; ‚Unvergleichlicher Kriegsheld und Befreier’ oder ‚Genius der Revolution’“.
(Horst Eliseit: Korea – das zerrissene Lächeln. 1978. ISBN ISBN: 978-3793411383)
Kim Il-sung war von 1948 bis zu seinem Tode der Machthaber Nordkoreas. Auch danach wurde er von der nordkoreanischen Regierung als ewiger Präsident (공화국의 영원한 주석, 共和國의 永遠한 主席 Gonghwagugui Yeongwonhan Juseok) bestätigt. In einem eigens geschaffenen Mausoleum in Pjöngjang wurde sein Leichnam aufgebahrt und kann dort betrachtet werden.
 
Die Schriften Kims (김일성전집) haben enorme Bedeutung. Der Lernstoff an Schulen und Universitäten besteht zu einem großen Teil aus diesen Geschwafel. Oft müssen ganze Passagen auswendig gelernt werden. Übersetzte Ausgaben erscheinen in Arabisch, Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Japanisch, Russisch und Spanisch. Die fremdsprachige Ausgabe der „Kim Il Sung Werke“ umfasst 44 Bände und einen Registerband.
 
„Eine völlige Novität in der kommunistischen Welt aber ist, dass Kim es unternommen hat, eine Dynastie zu begründen. Zu diesem Zweck wurde Koreas neuere Geschichte umgeschrieben: Danach war Kims historisch nie genannter Urgroßvater ein prominenter antifeudalistischer Sozialrevolutionär; hat Kims völlig obskurer Großvater 1866 ein amerikanisches ‚Aggressionsschiff’ versenkt; war Kims Vater, ein Dorfschullehrer, der ‚große revolutionäre Lehrer’; war Kims 1949 verstorbene erste Frau Chung-sook [김정숙, 金正淑 Gim Jeong-suk] die Initiatorin der antijapanischen Frauenguerilla: Der Name dieser ‚heldenhaften Kämpferin für die Befreiung Koreas vom japanischen Imperialismus’ wird daher seit einigen Jahren mit dem Ehrentitel ‚die Sonne’ versehen.
 
Und so wurde nun Kim Jong-il [김정일, 金正日 Gim Jeong-il], der einzige überlebende Sohn aus dieser Ehe, geboren am 16. Februar 1941 irgendwo in Sibirien in der Nähe der mandschurischen Grenze, als ‚Thronfolger’ aufgebaut.“
(Horst Eliseit: Korea – das zerrissene Lächeln. 1978. ISBN ISBN: 978-3-79341138-3)
 
 

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