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Wir begrüßen unsere neue Dozentin für Koreastudien, Frau Shiny Park.

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06. Dezember 2012

Keirin

競輪 keirin (Wettbewerb + Rad)


„Spätestens in der letzten Kurve vor dem Ziel gibt es kein Pardon mehr. Kurz zuvor haben die Radler noch gesittet hinter einem Schrittmachermoped ihre Runden auf dem Holzoval gedreht. Sie haben dem Publikum ein harmonisches Bild geboten, ein trügerisches Bild für kurze Zeit.

Wenn das Moped anderthalb Runden vor Schluss von der Bahn rollt, beginnt die Rangelei. Selbst dem Unbedarften wird jetzt klar: Keirin hat nichts mit Harmonie zu tun. Kampfsprint wird diese Bahnraddisziplin genannt. Was die in Japan erfundene und dort noch praktizierte Urform anbelangt, ist dies eine freundliche Untertreibung. Es wird mit den Ellbogen geboxt, mit dem Oberkörper geschubst, mit dem Kopf gestoßen. Knochenbrüche gehören zum Alltag beim Keirin in Japan, sogar einen Genickbruch gab es dereinst zu beklagen. …

In Japan steht Keirin im Rang einer Volkssportart. Ganze Hallen füllen sich, wenn die Sprinter ihre halsbrecherischen Rennen fahren. Es wird auf die Pedaleure gewettet, ähnlich wie hier zu Lande auf Traber und Galopper. Keirin ist ein gefährliches Geschäft, aber das Risiko zahlt sich aus. Selbst europäische Profis locken die Prämien; der Chemnitzer Jens Fiedler etwa, derzeit Weltmeister im Keirin, reist gern nach Asien. Cash for Crash - es dürfte nur wenige andere Disziplinen geben, die in ihrer Tradition mit dem olympischen Gedanken derart über Kreuz liegen wie der japanische Kampfsprint.“
(Christian Schwager in der Berliner Zeitung vom 14. September 2000: Keirin ist neu im olympischen Programm)

Keirin ist eine japanische Variante des Bahnradsports, die 1948 eingeführt wurde, um mit den Wetteinnahmen den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg zu beschleunigen.

Während der ersten zwei Drittel der Distanz fährt ein Schrittmacher vor dem Feld her und beschleunigt langsam von 30 km/h auf eine Geschwindigkeit von etwa 50 km/h. Nachdem der Schrittmacher die Bahn verlassen hat, setzt der eigentliche Finalkampf ein.

Heute werden in Japan jährlich rund 15 Milliarden Euro umgesetzt, die sich im Wesentlichen aus Sportwetten ergeben.

Um Wettmanipulationen zu vermeiden, wohnen die Fahrer während der Wettkampfphase in speziellen Hotels und dürfen nicht einmal per Telefon Kontakt mit der Außenwelt haben.

 

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