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06. Dezember 2012

Käsch

कर्ष karsha
錢 qián

karsha qian-kash
karsha (vom Sanskrit-Begriff karsha und dem Tamil-Wort kasu = kleines Geldstück) qián (historische chinesische Münzen aus Kupfer mit einem Loch in der Mitte)

 

„Zweitausendfünfhundert Jahre lang war Chinas Münze der Kwei, von den Europäern Käsch genannt. Tausend Käsch gingen auf einen Tael, sie waren durchlöcherte Bronzestücke und galten vom frühesten Altertum bis zum Weltkrieg.
 
1915 kauften die Japaner schiffsladungsweise den Kwei auf - die Kanonenindustrie verschmähte Kupfer und Zinn auch in der kleinsten Form nicht. Japan bezog die Käsch von den chinesischen Provinzgeneralen, die sie ihrerseits dem chinesischen Volk entzogen. Jetzt sieht man keine Käsch mehr, obwohl auf jedem Kupfer großmächtig steht, daß er zehn Käsch wert ist.

Fast jede Provinz Chinas prägt ihre Münzen selbst, in jeder Stadt hat der Cent einen andern Wert, überall blüht und wuchert die Gilde der Wechsler. Der Kuli bekommt seinen Lohn in Kupfer, die Straßenbahn läßt sich die Fahrkarte in Kupfer bezahlen, der Schaffner preßt die Münzenmassen in Säcke und die Säcke unter die Sitze der Passagiere, der Chinese entlohnt den Rikschakuli in Kupfer, der Arbeiter, der mit Frau und kleinen und kleinsten Kindern auf dem Einradkarren aus der Fabrik heimfährt, entrichtet den Fahrpreis in Kupfer, der Straßenhändler, der Straßenschauspieler, der Straßenbettler erzielt nur Kupfer - es ist das schwerste und das am schwersten verdiente Geld.“

(Egon Erwin Kisch: China geheim. Eine illustrierte literarische Reportage. 1986.)
 
Münzen dieses Typs wurden während eines Zeitraums vom dritten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung bis ins zwanzigste Jahrhundert hergestellt. Keine andere Münzsorte war auch nur annähernd so langlebig.

kaesch

Käschmünzen

 

Zahlungsmittel
Käsch 錢 - Kauri 貝 - Mexikanischer Silberdollar 墨西哥比索 – Renminbi 人民币 - Tael 兩  - Won 원 - Yen
 

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