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06. Dezember 2012

Karate

空手 karate (leer + Hand)

„Als 1984 der Film ‚Karate Kid’ ins Kino kam, gab’s in Deutschland im Prinzip nur zwei Arten von Jungs: Die, die Fußball spielten, und die, die keinen Fußball spielten. Die Fußballer trafen sich nach der Schule auf dem Bolzplatz und übten die Bananenflanken von Manni Kaltz, danach tranken sie kalte Fanta mit den Mädchen, die ihnen bei den Bananenflanken zugeguckt hatten.

Denen, die keinen Fußball spielten, blieb eigentlich nur die kalte Fanta und Freaks, Versprengte – so lange, bis sie in ‚Karate Kid’ gesehen hatten, wie der sonst dreimal täglich verprügelte Schwächling Daniel LaRusso, gespielt von dem Milchgesicht Ralph Macchio, vom alten japanischen Karatemeister Mister Miyagi [宮城健介 Miyagi Keisuke] in Kampfkunst und Meditation unterwiesen wurde.

Miyagi, eine Art Jedi-Ritter wie Yoda aus ‚Krieg der Sterne’, ließ LaRusso wochenlang Autos waschen und Zäune streichen und sprach Sätze wie ‚Gewinnen, verlieren, das egal, für dich nur wichtig guten Kampf machen, dann alle dich respektieren und keiner mehr Ärger machen’. Das gab den Versprengten Hoffnung. Überall auf der Welt traten sie in Karateschulen ein, um einen Ziehvater wie Mr. Miyagi zu finden, der ihnen das Leben erklärte und die Peiniger besiegen half.“
(http://www.welt.de/kultur/article8519165/Jackie-Chan-macht-dem-Dalai-Lama-Konkurrenz.html)

karate-picto

Der Kommissar für Erziehung in der Präfektur Okinawa (沖縄) wurde 1890 während der Musterung auf die besonders gute körperliche Verfassung einer Gruppe junger Männer aufmerksam. Diese gaben an, im Karate unterrichtet zu werden. Daraufhin beauftragte die Lokalregierung einen Meister damit, einen Lehrplan zu erstellen, der den gesundheitlichen Aspekt wie Haltung, Beweglichkeit, Gelenkigkeit, Atmung, Spannung und Entspannung in den Vordergrund stellte. Karate wurde dann 1902 offiziell Schulsport auf Okinawa.
 

Im ehemaligen Königreich Ryūkyū (琉球), das lange unter chinesischer Oberhoheit stand, waren Waffen verboten. Deshalb wurden dort Kampfsporttechniken für Fäuste, Handkanten, Ellenbogen usw. entwickelt. Im Gegensatz zu anderen Kampfkünsten zielt die Karate-Technik auf schwere Verletzung oder Tötung des Gegners. Im sportlichen Wettbewerb werden die Schläge und Stöße jedoch meist nur simuliert.

In den Jahren von 1906 bis 1915 bereiste der Karate-Meister Funakoshi Gichin (船越義珍; 1868 - 1957) mit einer Auswahl seiner besten Schüler ganz Okinawa und hielt öffentliche Karate-Vorführungen ab.

In den darauffolgenden Jahren wurde der damalige Kronprinz und spätere Kaiser Hirohito (裕仁) Zeuge einer solchen Aufführung und lud Funakoshi ein, bei einer nationalen Veranstaltung 1922 in Tōkyō sein Karate zu präsentieren. Die begeisterten Zuschauer, allen voran der Begründer des Jūdō, Kanō Jigorō (嘉納治五郎), überredeten Funakoshi, zu bleiben und zu lehren.

karate-guertel
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