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06. Dezember 2012

Karakorum

Хар Хорум char chorum (schwarzes Geröll)

 

„Enttäuschung überfiel den Reisenden. Vielleicht hatte er erwartet, in der Hauptstadt eines Weltreiches goldene Dächer vorzufinden oder Brunnen, aus denen Milch und Honig flossen. Stattdessen notierte ‚Die Stadt ist nicht einmal so stattlich wie der Marktflecken St. Denis.’ Und dafür war der flämische Franziskaner im Dienste von König Ludwig IX. und Papst Innozenz IV. zehn Monate lang quer durch ganz Asien gereist.
Wilhelm irrte: Als er zu Ostern des Jahres 1254 Karakorum betrat, war die Stadt das Zentrum eines Imperiums, das vom Pazifik bis zum Mittelmeer reichte. Die Bedeutung der Stadt war immens - obwohl die Mongolen Nomaden waren und der Khan nicht einmal das ganze Jahr über in seiner Hauptstadt lebte.“

(http://www.chemie-der-liebe.de/404.html; „Karakorum: Die Stadt der Khane; Werner Pluta)

Die Mongolen verfügten als Nomaden verfügten über keine Kenntnisse im Städtebau. Sie waren auf Handwerker aus dem Ausland angewiesen. Manche von ihnen kamen freiwillig, die meisten waren Kriegsgefangene. Karakorum war eine weltoffene Stadt, geprägt von religiöser Toleranz. Hier lebten Chinesen, Inder, Georgier, Sarazenen, Deutsche, Russen und Ungarn. Sie standen als Beamte im Staatsdienst, unterhielten Gesandtschaften, waren Handwerker.

Den Status als Hauptstadt des Mongolenreiches verlor sie unter Kublai Khan (忽必烈 Hūbìliè), der Peking (damals: 大都 Dàdū bzw. 汗八里 Khanbaliq) als Hauptstadt wählte. Als die Chinesen 1368 die mongolische Yuan-Dynastie (Dai Ön Yeke Mongghul Ulus; 元朝 Yuáncháo, 1279 - 1368) stürzten, flohen die Mongolen zurück in die Steppe und machten Karakorum wieder zu ihrer Hauptstadt. Für sie bestand dort die Yuan-Dynastie fort und sie nannten das verbleibende Territorium das Nördliche Yuan (北元 Běi Yuán). Doch die Chinesen setzten ihre Angriffe fort und 1388 gelang es ihnen schließlich, auch Karakorum vollständig zu zerstören.
 
Die Stadt verfiel endgültig im 16. Jahrhundert und wurde zum Steinbruch für das 1586 errichtete buddhistische Kloster Erdene Zuu (Эрдэнэ Зуу), welches zum Teil aus den Steinen der alten Hauptstadt aufgebaut wurde.


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