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06. Dezember 2012

Kannon

अवलोकितेश्वर Avalokiteśvara
観音 Kannon
観音 Guānyīn

kannon
Sie hat viele Augen, damit sie das Leid überall auf der Welt sieht, und viele Arme, damit sie überall helfen kann. Deshalb wird sie mit 1.000 Augen und 1.000 Armen beschrieben. Die meisten Statuen der 1000-händigen Kannon haben aber nur 42 Arme.

 

„Zu wem beten die Japaner eigentlich, wenn sie so artig die Handflächen zusammenlegen. Zu den Ahnen, die sich in einem angenehmeren Jenseits aufhalten? Oder zu Kannon? Dieser Kannon ist kein Fotoapparat, sondern eine der Verkörperungen Buddhas (Bodhisattva). An ihn wenden sich die Gläubigen, wenn sie um Gnade flehen oder um einen weisen Rat verlegen sind. Er beschützt Kinder, Schwangere und tote Seelen. Manchmal hat er tausend Arme, manchmal auch nur zwei.“
(befindlichkeitenjn.blogspot.de)

cannon

Vom japanischen Namen Kannon (観音) leitet sich der Firmenname Canon (キヤノン) her. Nach dieser Kamera wurde dann auch die Firma benannt.

Guānyīn (zusammengezogen aus Guānshìyīn (觀世音, der, der den Klang der Welt erhört) ist eine Übersetzung des indischen Bodhisattva Avalokiteśvara (Herr des Schauens). In China und Japan wird Guānyīn / Kannon aber mit Zeichen geschrieben, die mit dem Klang zu tun haben, wobei der Klang als die Bitten der Gläubigen interpretiert wird.

Anfangs war dieser Bodhisattva ein Mann und wurde ‘der große Mann vom Südmeer’ genannt, da sein ursprünglicher Wohnort auf der Insel Pǔtuóshān (普陀山) lag. Doch er verwandelt sich in China in eine weibliche Gottheit, denn in der Volksfrömmigkeit bestand ein großes Bedürfnis nach einer weiblichen Gottheit.

Nach dieser Verwandlung hat sich Guānyīn ‚spezialisiert’; zu ihrem Kompetenzbereich gehören seitdem die Gewährung von Kindern und die Erlösung der Menschen von Not. Die Namen, die ihr gegeben werden, weisen große Ähnlichkeit mit denen auf, die der Gottesmutter Maria eigen sind, wie „Helferin in allen Nöten“.

 

マリア観音
Maria Kannon
(Foto: Wikimedia)

 

Als portugiesische Jesuiten im 16. Jahrhundert nach China kamen, betrachteten chinesische Künstler die Madonna-Statuen als Darstellung Guānyīns und begannen neue Statuen nach diesem Vorbild herzustellen.

Diese verborgenen Christen Japans hatten ab Anfang des 17. Jahrhunderts ohne Einflüsse von außen zu einer eigenen Glaubensform weiter entwickelt. Bibeln oder andere schriftliche Quellen besaßen sie nicht mehr, da diese verbrannt worden waren. An unauffälligen Stellen hatten sie Kreuzformen bzw. buddhistische Kannon-Figuren (Maria Kannon).

 
buddhistische Schlüsselbegriffe
Amitabha अमिताभ - Bodhidharma बोधिधमृ - Bodhisattva बोधिसत्त्व - Bonze 坊主 - Buddha बुद्ध - Buddhismus 佛教 - Daibutsu 大仏 - Dalai Lama ཏཱ་ལའི་བླ་མ་ - Dickbauch-Buddha 笑佛 - Drei Religionen 三教 - Jadebuddha-Tempel 玉佛禅寺 - Jizo 地藏 - Kannon 観音 - Lama 喇嘛, Лам, བླ་མ - Maitreya मैत्रेय - Om mani padme hum ॐ मणिपद्मे हूँ - Pagode 塔 - Pantschen Lama པན་ཆེན་བླ་མ་ - Reines Land 净土 - Zehn Ochsenbilder 十牛圖 - Zen ध्यान - Zengarten 枯山水
 

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