Logo-Hochschule-fr-Wirtschaft-und-Gesellschaft-Ludwigshafen
  • Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
    Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
  • Schwerpunkt Korea
    Schwerpunkt Korea
  • Schwerpunkt China
    Schwerpunkt China
  • Schwerpunkt Japan
    Schwerpunkt Japan

Institutsleitung
Prof. Dr. Frank Rövekamp

Stellvertr. Leitung / Studienberatung
Christine Liew, M.Litt.
0621-5203-423

Sekretariat
Conny Scheurer
0621-5203-410

_______________________

pdf» Information in English (pdf)
pdf» Partner Universities (pdf)

06. Dezember 2012

Kana

がな kana

Die chinesische Schrift ist eigentlich für das Japanische genauso ungeeignet wie die arabische Schrift für das Deutsche. Da die Japaner aber das Schreiben von den Chinesen (über die Koreaner) gelernt hatten, schrieben sie Jahrhunderte lang Chinesisch. Als sie aber anfingen, Japanisch zu schreiben, merkten sie, dass ihnen Zeichen für japanische Endungen und Worte fehlten. Außerdem wollten die Mönche wissen, wie sie die komplizierten indischen Namen aussprechen sollten.

Was macht man in dieser Situation? Man nimmt Vorhandenes und definiert es um. Einigen Schriftzeichen wurde die Bedeutung genommen und sie standen nun für eine japanische Silbe. Langsam kristallisierten sich dadurch Standardzeichen für jede mögliche japanische Silbe heraus. Diese Schreibart hatte aber den Nachteil, dass sie sehr aufwändig war - für die oft vielsilbigen japanischen Wörter benötigte man jeweils mehrere komplizierte chinesische Zeichen.
 
ひらがな カタカナ
平仮名 片仮名
Hiragana Katakana
(vollständig entlehnte Zeichen) (als Teilstück entlehnte Zeichen)
Dichterinnen des 7. bis 8. Jahrhunderts begannen, die chinesischen Zeichen ganz unabhängig von ihrer Bedeutung nur mehr als Lautzeichen zu verwenden. Diese Schrift hieß deshalb auch abwertend Frauenschrift (女手 onnade). Sie entstand aus der geschwungenen Kursivschrift, in der die Einzelstriche zusammenfließen. Die eckigen Silbenzeichen waren lange Zeit die Männerschrift (男手otokode). Bei Vorlesungen über die Klassiker des Buddhismus machte man sich Anmerkungen zur Aussprache schwieriger Textstellen und entnahmen dabei chinesischen Zeichen einen Bestandteil, der fortan als Silbenzeichen ohne Bedeutung benutzt wurde.

Die beiden Silbenschriften bauen auf chinesische Schriftzeichen auf, die der wiederzugebenden Silbe lautlich ähnelten und denen die Bedeutung genommen wurde. Das Zeichen für Haar (毛) stand also nur noch für seinen Laut (chinesisch: máo, japanisch: ma, ま bzw. マ).

Um das Ganze noch etwas komplizierter zu machen, griffen aber die beiden Silbenschriften nicht immer auf die gleichen Ausgangszeichen zurück. So wurde für die Silbe mi in Hiragana (み) das Ausgangszeichen  (美 = schön) gewählt, in Katakana (ミ) jedoch 三 (= drei). Dabei fällt auf, dass in Hiragana eine kursive Form des Schriftzeichens nachgezeichnet wird, in Katakana jedoch meist nur ein markanter Teil des Schriftzeichens benutzt wird. Dadurch wirkt auch Hiragana runder und Katakana eckiger.
 
 

japanische Sprache und Schrift

Aizuchi 相槌 - Frauensprache 女性語 - Fünfzig-Laute-Tafel 五十音  - Höflichkeitssprache 敬語 - Ja はい - Japanisch 日本語

- Hiragana ひらがな - Japanische Schrift 日本の表記体系 - Kana がな  - Kanji 漢字 - Kanji des Jahres 今年の漢字 - Katakana カタカナ - Kokuji 国字 - Kun-Lesung 訓読み - On-Lesung 音読み

logo

Ostasienlexikon
A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N
- O - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - Y - Z
 

Über uns

Den Kern des Instituts bilden 15 ständige Mitarbeiter. weiterlesen ...

Studium

Das Studium schließt nach acht Semestern mit dem Bachelor of Science ab. weiterlesen ...

Publikationen

Veröffentlichungen und Forschungsbeiträge aus dem Institut  weiterlesen ...

Wort des Tages

Aktuelle chinesische oder japanische Begriffe weiterlesen...

Ostasienlexikon

Schlüsselwörter aus China, Japan, Korea, Mongolei, Hongkong, Macau und Taiwan weiterlesen...

Sprichwörter

„Es gibt da ein chinesisches Sprichwort …“ – Wer kennt sie nicht, diese Einleitung? weiterlesen...